Olten/Wangen
Bauarbeiten für Renaturierung der Dünnern gehen weiter

Nach einem Bauunterbruch von zwei Jahren werden die Bauarbeiten für die Dünnernrevitalisierung zwischen Olten und Wangen im Frühjahr 2014 fortgesetzt. Dem Schutz des Trinkwassers wird dabei oberste Priorität eingeräumt.

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Die Dünnern in Olten wird als ökologische Massnahme renaturiert.

Die Dünnern in Olten wird als ökologische Massnahme renaturiert.

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Die Revitalisierungsmassnahme liegt am nördlichen Rand der Grundwasserschutzzone S3 der Trinkwasserfassungen Gheid der Stadt Olten. Nach dem Bauunterbruch soll der cirka 600 Meter lange Teilbereich Ost ab Frühjahr 2014 fertiggestellt werden. Dies habe der Lenkungsausschuss der Entlastung Region Olten (ERO) entschieden, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Montag mit.

Aus Sicherheitsgründen hat der Lenkungsauschuss entschieden, mit dem Bau des 300 m langen Teilbereiches West zuzuwarten, bis die Aare Energie AG Olten in drei bis fünf Jahren über eine zusätzliche Trinkwassereinspeisung ins Versorgungsnetz verfügt.

Trinkwasser nicht gefährdet

Um jedes Risiko für die Trinkwasserfassungen auszuschliessen, hatte die Bauherrschaft anfangs Mai 2012 den Bauunterbruch angeordnet und Untersuchungen in die Wege geleitet. Dabei zeigten sich keine Verunreinigungen durch Bauarbeiten in den Trinkwasserfassungen Gheid.

Verschiedene Untersuchungen während den letzten zwei Jahren zeigten im Baustellenbereich bei Hochwasser ein vermehrtes Eindringen von Dünnernwasser in das Grundwasser. Entgegen gewisser Befürchtungen strömt jedoch das durch die Dünnern aus dem Teilbereich Ost angereicherte Grundwasser an den Fassungen vorbei. Im Bereich der Trinkwasserfassungen konnte deshalb zu keiner Zeit eine Beinflussung des Grundwassers festgestellt werden.

Die Dünnern wird zwischen Olten und Wangen auf einer Länge von cirka 900 Metern renaturiert. Auch die Hochwassersicherheit wird dabei berücksichtigt. (ckk)