Balsthaler Fasnacht
Am Kinderumzug gabs einige Extrawürste

Den meisten Teilnehmern des Kinderumzugs in Balsthal war das Motto «Es isch wurscht» scheinbar «wurscht».

Peter Wetzel
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Kinderumzug in Balsthal
7 Bilder
Büttysuger
Gut, dass die Feuerwehr dabei ist.
Welche von den beiden ist nun wohl die echte, ähm – Dings?
Warum so skeptisch, kleine Prinzessin?

Kinderumzug in Balsthal

Alois Winiger

Zwar waren einige Hanswürste auszumachen, der grosse Rest aber liess seiner Fantasie freien Lauf und kam als Pirat, Vampir, Hexe, Prinzessin, Ritter, Teufel, Zwerg, Clown oder Zauberer daher. Auch allerlei Getier, Grosses und Kleines, Gfürchiges und Liebliches, Stachliges und Weiches war zu entdecken. Sogar zwei Schildkröten vermochten mitzuhalten.

Aber halt, da waren doch einige zu entdecken, die das Motto aufgenommen haben. Zwei täuschend echte Conchita Wurst fielen auf und ein paar Büttysuger-Musikanten, welche den Umzug musikalisch anführten, trugen Hotdogs auf ihren Köpfen.

Eine Extrawurst hätte die Gruppe der Diudäppeli, die ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann und als Dalmatiner daherkam, verdient. Das gleiche Jubiläum feiern auch die Oldie Girls, welche die älteren Kinder nach dem Umzug ins Schlaraffenland im «Rössli»-Saal einluden.

Mit Clownprinzessin

Stammgäste am Umzug sind auch die Kitas Drachenburg und Falkenburg. Sie gingen mit ihren Wägeli auf eine Weltreise. Begleiterinnen und Kinder trugen Kostüme ihres auserwählten Landes. Ein kleiner Leopard zum Beispiel machte mit einem Schildchen darauf aufmerksam, er komme aus Afrika. Die Umzugsroute führte vom Inselischulhaus aus über Salzhusgasse, Kirchgässli, Schafhübelweg, Hausmattstrasse, Dorfgasse hinunter in die Goldgasse. Hier spielten noch einmal die Büttysuger auf und die Kinder konnten endlich ihre Konfettilager verkleinern. Im katholischen Pfarreiheim sorgte Toni Bucher für Unterhaltung und entlockte den kleinsten Bööggen allerhand Kurioses. So meinte ein Mädchen, sie sei weder eine Prinzessin noch ein Clown, sondern eine Clownprinzessin!

Der Fasnachtstag begann aber bereits am Morgen um 4.59 Uhr mit einem Mordsknall. Rund 50 Chessler machten sich lärmend auf und weckten die Bewohner des östlichen Teils von Balsthal. Oberchesslerin Andrea Born bemerkte zur Teilnehmerzahl: «Angesichts der Schulferien und der rund 70 Personen, die an der Chinderchesslete mitmachten, dürfen wir zufrieden sein.»