Laupersdorf
Altbewährtes trifft auf Einmaliges: Ein Brunnenfest fürs Bilderbuch

Bei der 34. Ausgabe des Dorffests wurde der Feuerwehr auch das neue Tanklöschfahrzeug übergeben.

Martina Flück
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Impressionen des 34. Brunnenfests in Laupersdorf
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Patrick Lüthy

Die letzten paar Tage war Laupersdorf im Ausnahmezustand. Es drehte sich alles um das Brunnenfest. Die Dorfstrasse wurde zu Festmeile, Spielplatz, Präsentationsteller, Begegnungszone und Konzerthalle in einem. Die Organisatoren freuen sich, dass auch dieses Jahr das Fest sehr beliebt und äusserst gut besucht war.

An Fronleichnam startet das Brunnenfest jeweils. Der festliche Gottesdienst mit der Prozession durchs Dorf ist traditionell der Auftakt zum Anlass. Die diesjährigen Erstkommunion-Kinder dürfen noch mal Blumen streuen, die Musikgesellschaft umrahmt die Prozession mit feierlichen Klängen und die Dorfbevölkerung folgt dem «Himmel», unter dem Jesus Christus in Form von Brot ins Dorf getragen wird.

Jedes Jahr sorgen die kreativ und wunderschön gestalteten Blumenaltäre entlang der Prozession für staunende Augen. Dass sich diese aussergewöhnliche Tradition bis heute gehalten hat, ist vielleicht auch ein bisschen dem anschliessenden Brunnenfest zu verdanken. Und dass das Brunnenfest einen solch würdigen Auftakt bekommt, ist einmalig für ein Dorffest. Hier treffen sich zwei Traditionen und bereichern sich gegenseitig.

Tanklöschfahrzeug gesegnet

Am Donnerstagnachmittag ertönte die Feuerwehr-Sirene. Zum Glück rief sie nicht zum Ernstfall, sondern als Einladung an die Bevölkerung. Denn im Rahmen des Brunnenfestes wurde das neue Tanklöschfahrzeug der Gemeinde Laupersdorf offiziell in die Hände der Feuerwehrleute übergeben. Zahlreiche Gäste wohnten dieser feierlichen Übergabe inklusive Fahrzeug-Segnung durch Pastoralassistent Fabian Schäuble bei. Nach einer kleinen Ansprache übergab der Gemeindepräsident Edgar Kupper den symbolischen Schlüssel in Form von Brot an den Kommandanten Christian Stark der Feuerwehr Laupersdorf. Anschliessend durften die Gäste das Fahrzeug von innen und aussen besichtigen. Die Feuerwehrleute standen für Fragen zur Verfügung.

Nebst diesem einmaligen Ereignis verlief der Donnerstag nach dem altbewährten Programm. Die Musikschüler spielten in den Stübli auf, bei der Ludothek wurden neue Spielgeräte ausprobiert, beim Familientreff durften sich die Kinder ein Tattoo aufmalen lassen, in der Gumpiburg wurde gehüpft und am Spielwarenstand eingekauft. Der Donnerstag ist und bleibt der Tag für Familien und ist ein wunderbarer Treffpunkt für die Laupersdörferinnen und Laupersdörfer.

Gemütlicher Festbetrieb

Dieses Jahr gab es am Fest viel Live-Musik zu geniessen. Nebst den Musikschülern, die am Donnerstag unterwegs waren, spielte in der Irish Bar Mick McNamara aus Dublin. Mit seinen irischen Volksliedern begeisterte er ebenso wie mit seinen Popsongs. Es wurde viel getanzt und mitgesungen. Im Kaffeestübli ertönten flotte Ländler-Klänge. Schwyzerörgeli, Kontrabass und Suppenlöffel sind ein Garant für lüpfige Musik. Und bei der alkoholfreien Bar der Jugendarbeit Thal ertönte die passende Musik, die den ein oder anderen zu einer gekonnten Tanzeinlage motivierte.

Selbstverständlich marschierten auch die Tambouren des Tambourenvereins Laupersdorf-Thal mit ihren Trommeln ein. Einmal mehr beeindruckten sie mit ihrem Taktgefühl, mit gekonnten Showeinlagen und wirbelnden Trommelschlägern.

OK-Präsident Stefan Saner blickt zufrieden auf ein erfolgreiches Fest zurück. Das schöne Wetter hat viel Publikum angelockt. In allen Stübli gab es viele Gäste, die Stimmung war einmal mehr ausgelassen, fröhlich und friedlich. Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle, wie die Organisatoren vermelden. Bei der Kantonspolizei Solothurn ging zum dreitägigen Brunnenfest keine einzige Meldung ein, wie die Mediensprecherin Astrid Bucher am Sonntagnachmittag auf Anfrage erklärte.