Oensingen
Ab 2016 soll ein Bus auf den Roggen fahren

Ab 2016 soll ein Bus von Mai bis November jeweils am Sonntag zwischen dem Bahnhof Oensingen und dem Roggen verkehren. Die Bürgergemeinde will die Ausflugslinie finanzieren.

Alois Winiger
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Der Ortsbus «Oensingerli» beim Bahnhof. Der Roggen, das künftige Reiseziel, ist in Sichtweite.

Der Ortsbus «Oensingerli» beim Bahnhof. Der Roggen, das künftige Reiseziel, ist in Sichtweite.

Alois Winiger

In den Sommermonaten bringt im Naturpark Thal bereits seit mehreren Jahren ein Kleinbus Passagiere hinauf auf die zweite Jurakette. «Warum fährt nicht auch einer vom Bahnhof Oensingen hinauf auf unseren Hausberg, den Roggen?»

Diese Frage wurde an der letzten Bürgergemeindeversammlung gestellt, wie deren Präsident Remo Liechti berichtet. «Wir brauchten niemanden davon zu überzeugen, die Sache ernsthaft zu prüfen.» Das war auch im Rat der Einwohergemeinde nicht der Fall. Immerhin will die Bürgergemeinde das Vorhaben auch gleich finanzieren. Das Ziel: Ab 2016 soll in den Monaten Mai bis November jeweils am Sonntag, eventuell auch teilweise am Samstag, zwischen Bahnhof Oensingen und dem Roggen ein Bus verkehren.

Bedingung: Keine Folgekosten

An der Sitzung vom vergangenen Montag lag das Geschäft mit einer Empfehlung der Planungskommission vor, dem Vorhaben der Bürgergemeinde zuzustimmen. Grundsätzlich hatte sowieso niemand etwas einzuwenden, zuzustimmen war lediglich dem Bau von zwei weiteren Haltestellen: «Neu Bechburg» beim Parkplatz zu Beginn der Roggenbergstrasse sowie «Roggen» beim Parkplatz des Bergrestaurants. Diese Zustimmung ist nötig, weil die beiden Haltestellen beim Bundesamt für Verkehr beantragt werden müssen.

Eine Bedingung wurde noch gestellt: Der Einwohnergemeinde Oensingen dürfen durch dieses Projekt «weder jetzt noch in den Folgejahren Kosten entstehen». Und der Betrieb darf denjenigen des Ortsbusses, der sich unterdessen gut eingependelt hat, nicht beeinflussen.

Aufgabe für Bürgergemeinde

«Ja, eigentlich hätte man schon früher darauf kommen können», gibt Bürgergemeindepräsident Remo Liechti zu. Aber man sei jetzt auf gutem Weg, und sich auch sicher, dass der Bedarf da ist. «Oder dann geweckt wird, wenn das Angebot da ist, so wie beim Ortsbus.» Bei den ersten Überlegungen habe man erwogen, ob der Busbetrieb privat zu bewältigen wäre. «Davon kamen wir bald wieder ab.» Nun lägen Offerten für mehrere Varianten von Transportunternehmen vor, noch diese Woche werde sich der Bürgerrat für eine entscheiden. «Unsere Idee ist, dass der Bus am Sonntag fünf- oder sechsmal fährt, am Samstag vielleicht zweimal am späteren Nachmittag.» Eine Testfahrt sei zu aller Befriedigung verlaufen, sagt Liechti. «Die Bergstrasse ist fertig saniert, der steilere Teil der Strecke ist stabilisiert.»

Knapp 20 000 Franken sind für den Start des Vorhabens zu investieren. Dieses kräftig zu unterstützen, betont Liechti, sei eine Aufgabe, die der Bürgergemeinde gut ansteht.

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