Mümliswil
1,85 Millionen Franken wurden für innere Werte investiert

In einer Woche wird das Hallenbad «Brühl» in Mümliswil nach der Sanierung von Heizung, Lüftung, Klima- und Hallenbadtechnik wieder eröffnet.Ein umfangreiches Werbekonzept, ausgerichtet auf die nächsten Wochen und Monate soll den Betrieb wieder ankurbeln.

Josef Tschan-Studer
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Schon bald sind wieder Spiel und Spass im Hallenbad angesagt, aber natürlich steht das Bassin auch Sportschwimmern zur Verfügung. zvg

Schon bald sind wieder Spiel und Spass im Hallenbad angesagt, aber natürlich steht das Bassin auch Sportschwimmern zur Verfügung. zvg

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Das erste Wochenende im neuen Jahr wird für die Gemeinde Mümliswil-Ramiswil einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Schulanlage Brühl bilden. Am Samstag, 4. Januar, steht ab 10 Uhr das Hallenbad wieder offen. Tags zuvor, am Freitag von 16 bis 22 Uhr, kann sich die Bevölkerung bei einer Besichtigungstour durch die Anlage Brühl ein Bild davon machen, wofür die 1,85 Mio. Franken investiert worden sind, welche die Gemeindeversammlung mit einem relativ knappen Ja für die Sanierung von Heizung, Lüftung, Klima- und Hallenbadtechnik bewilligt hatte. Ein eigentliches Einweihungsfest ist am 10. Mai 2014 geplant

Anlage Brühl: keine Energie- schleuder mehr

Einen mutigen Entscheid hatte die Gemeinde Mümliswil-Ramiswil seinerzeit gefällt, eine Schulanlage mit Turnhalle, Aula, Grossküche - und mit einem Hallenbad zu bauen. Die Freude war gross, als die Anlage nach kurzer Bauzeit im Jahr 1977 eingeweiht werden konnte. Klar war aber auch, dass der Betrieb des Hallenbades über Jahre rund 10 Prozentpunkte mehr an Gemeindesteuern mit sich bringen wird. Nicht erst nach der Gründung der Kreisschule Thal und dem endgültigen Wegzug der Oberstufe im Jahr 2012 wurde im Gemeinderat intensiv über die Zukunft der Anlage Brühl diskutiert - speziell über die des Hallenbades. Die hohen Betriebskosten sorgten seit längerem für angeregte Dispute - vor allem während der Budgetphasen. An der Gemeindeversammlung im Juni 2012 wurde die Bevölkerung erstmals detailliert über mögliche Nutzungen informiert - dies im Sinne eines Meinungsbildungsprozesses. Optionen waren: Hallenbad weiterführen ja oder nein - oder die Umnutzung in eine Sporthalle. Im Vordergrund stand aber in jedem Fall die Sanierung von Heizung, Lüftung, Klima- und Sanitäranlage des gesamten Gebäudekomplexes, um markant Energie zu sparen. Denn bisher wurden pro Jahr rund 125 000 Liter Heizöl und Unmengen an Strom verbraucht. Neu sollen es nur noch 30 000 bis 35 000 Liter Heizöl sein. Im Dezember 2012 sprachen sich 126 von 140 Stimmberechtigten nach eingehenden Diskussionen für die Sanierung und den Weiterbetrieb des Hallenbades aus. Inklusiv neuer Hallenbadtechnik immerhin ein Betrag von 1,85 Mio. Fr. Dazu erhält die Gemeinde gemäss Regierungsratsbeschluss einen Beitrag von 75 000 Fr. aus dem Sportfonds des Kantons. (jtm/wak)

Wärmepumpe und Solartechnik

Am Mitte Mai begannen die umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten. Herzstück ist die Grundwasser-Wärmepumpe, die für die Wärme der gesamten Schulanlage Brühl und das Hallenbadwasser aufheizt. In Spitzenzeiten oder bei Störungen kommt aber weiterhin eine Ölheizung neuster Technik zum Einsatz. Eine 60 Quadratmeter grosse Solaranlage auf dem Dach des Sporttraktes wärmt das Brauch- und Duschwasser auf und gibt überschüssige Wärme in den Hallenbadkreislauf ab.

Die Hallenbadtechnik wurde rundum erneuert; Entkeimung, Ozon- und Chlorierungsanlage, Sandfilter und Flockungsbehälter sowie die Fussdesinfektionsanlage und die gesamte Steuerung wurden ersetzt. Aus Sicherheitsgründen wurde die Entkeimung ausserhalb des Hauptgebäudes untergebracht.

Den Betrieb ankurbeln

In der Zwischenzeit hat sich die Sport- und Hallenbadkommission (SHK) unter der neuen Leitung von Hanspeter Gloor Gedanken für den künftigen Betrieb des Hallenbades gemacht. «Ein umfangreiches Werbekonzept, ausgerichtet auf die nächsten Wochen und Monate soll den Betrieb wieder ankurbeln», sagt Gloor.

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