Insert-Film, die Solothurner Filmproduktionsgesellschaft, ist derzeit an der Planung eines Spielfilmes über den renitenten Rentner Peter Hans K. des Bieler Regisseurs Laurent Wyss. Es soll eine fiktive Geschichte rund um das reale Leben des Rentners werden.

2010 hatte der Bieler K. für grosse Schlagzeilen gesorgt, als er sich unter Waffengewalt weigerte, der Polizei und anderen Behörden Zugang zu seiner Wohnung zu geben. In der Folge entwickelte sich ein nicht ungefährliches tagelanges Katz- und Maus-Spiel, welches schliesslich mit der Verhaftung des Rentners und der Verletzung eines Polizisten endete. 

«Das eindringliche Drehbuch des Bieler Regisseurs Laurent Wyss ermöglicht, die Geschichte aus der bedrückenden Perspektive von Peter K. zu sehen», heisst es im Filmbeschrieb. Es soll dessen Innenleben, seine Lebensrealität zeigen. Die Solothurner Schauspieler Monica Gubser und Hanspeter Bader haben als Akteure ihre Mitwirkung zugesagt. Laurent Wyss realisierte 2014 bereits den Spielfilm «Manche Hunde müssen sterben».

Finanzierung noch nicht sicher

Insert-Film hat vor kurzem beim Lotteriefonds des Kantons Solothurn um einen Produktionsbeitrag für den Film nachgefragt und diesen vor wenigen Tagen per Regierungsratsbeschluss zugesprochen bekommen. 100'000 Franken sollen diesem Kinospielfilm helfen, realisiert zu werden. Doch auch mit diesem Betrag ist die Finanzierung des Filmes noch lange nicht gesichert. «Wir sind momentan weiter in der Finanzierungsphase», sagt Insert-Co-Leiter Pedro Haldemann auf Nachfrage.

Das Gesamtbudget des Filmes beträgt knapp über eine Million Franken. Mehr ist von den Insert-Filmverantwortlichen derzeit noch nicht in Erfahrung zu bringen. Das Thema sei vielschichtig und heikel, insbesondere auch von der rechtlichen Seite her. Nur noch so viel: Ende März wisse man, ob der Film zustande kommt.

Leidvolle Erinnerungen

Dass die Finanzierung und damit die Realisierung eines Filmes über einen solchen Protagonisten nicht ganz einfach ist, ist nachvollziehbar. Bei solch dramatischen Vorkommnissen werden häufig Personen tangiert, welche Jahre nach den Ereignissen noch traumatisiert sind und die einen Film über ihre leidvollen Erinnerungen fast nicht verkraften können.

So kam beispielsweise ein 2003 und 2005 geplanter und zum Teil schon finanzierter Spielfilm über das Attentat von Zug mit 14 Toten nicht zustande, auch wenn das Geschehen nun schon 17 Jahre her ist.