Solothurn
Museum Altes Zeughaus Geschäftsbericht: «Wir konnten uns über die Region hinaus auf nationaler Ebene einen guten Namen verschaffen»

Das Museum Altes Zeughaus blickt auf ein turbulentes Jahr zurück, das stark durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen geprägt war. Die Sonderausstellung zur P-26 wurde verlängert, Projekte verschoben und das digitale Angebot ausgebaut. Ende 2020 ging die erste Amtsperiode des Museumsrates der seit 2017 selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt zu Ende. Das Gremium wurde bestätigt und die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton verlängert.

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Sonderausstellung P-26 im Museum Altes Zeughaus: Geheime Wiederstandsvorbereitungen im Kalten Krieg.

Sonderausstellung P-26 im Museum Altes Zeughaus: Geheime Wiederstandsvorbereitungen im Kalten Krieg.

zvg

Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat am 28. Juni 2021 den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2020 des Museums Altes Zeughaus (MAZ) zustimmend zur Kenntnis genommen. In seinem Entscheid hält er fest, dass die in der Leistungsvereinbarung genannten Indikatoren alle erreicht oder gar übertroffen wurden und dass das MAZ zunehmend an Profil gewonnen und mittels seiner sorgfältigen Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit sowie der substantiellen Sammlungspflege einen wertvollen Beitrag zur Kulturlandschaft des Kantons Solothurn und der Schweiz geleistet hat.

Das MAZ ist seit dem 1. Januar 2017 als selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Solothurn unterwegs. In der ersten Amtsperiode des neu verantwortlichen Museumsrates sind wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden. So wurden strategische Ziele formuliert, Konzepte für alle wesentlichen Bereiche erarbeitet (Sammlung, Ausstellungen, Vermittlung, Finanzen, Marketing & Kommunikation, Veranstaltungen etc.) und die Organisationsstruktur abgeändert. Mit der kantonalen Verwaltung wurden Vereinbarungen abgeschlossen oder ergänzt, die Infrastruktur wurde verbessert und der Unterhalt der Sammlung intensiviert. Als besonders wichtig erscheinen dem Museumsrat die Durchführung einer jährlichen Sonderausstellung mit überregionaler, bzw. nationaler Ausstrahlung als Ergänzung der permanenten Präsentation sowie die Schaffung eines finanziellen Reservepolsters zur Überbrückung von Engpässen.

Der Präsident des Museumsrates, Dr. Hanspeter Rentsch hält fest:

«Wir sind stolz, dass das MAZ durch die in den letzten Jahren durchgeführten Sonderausstellungen an Kraft und Ausstrahlung gewonnen hat und sich, über die Region hinaus, auf nationaler Ebene einen guten Namen als aktive Institution schaffen konnte.»

Durch die Pandemie geprägt

Auch das MAZ war im Berichtsjahr 2020 massiv durch die Corona-Pandemie betroffen. Während zwei Monaten musste der operative Betrieb eingestellt werden. Die Sonderausstellung zur P-26 wurde verlängert, die darauf folgenden Ausstellungen mussten verschoben werden. Die Mitarbeitenden arbeiteten wo immer möglich im Homeoffice oder wurden in anderen Bereichen eingesetzt. Grossen Wert wurde auf eine zunehmende Digitalisierung und die Erarbeitung von Online-Vermittlungsformaten gelegt. Damit konnte der Kontakt zu den Besuchenden auch in schwierigen Zeiten aufrechterhalten werden, wenn auch das direkte, persönliche Besuchserlebnis so nicht ersetzt werden konnte. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sich die Anzahl der Besuchenden während der Monate, in denen das Museum zugänglich war, praktisch auf Vorjahresniveau bewegte.

Die Mitarbeitenden wurden durch die Corona-Massnahmen vor grosse Herausforderungen gestellt. Sie mussten in einer unsicheren Lage Ruhe bewahren und den Betrieb so sinnvoll wie möglich motiviert weiterführen. Das Team hat das in einer bewundernswerten Art gemeistert.

Unsicherheiten und offene Fragen

Museumsleiterin Claudia Moritzi sagt dazu: «Das Team des MAZ musste sich im vergangenen Jahr immer wieder auf neue Vorgaben einstellen, unter erschwerten Bedingungen arbeiten und Unsicherheiten und viele offene Fragen aushalten. Für mich persönlich war es beeindruckend, wie die Mitarbeitenden in diesem schwierigen Jahr zusammengehalten und sich extrem flexibel gezeigt haben.»

Ende 2020 ist die erste vierjährige Amtsdauer des Museumsrates zu Ende gegangen. Am 24. November 2020 hat der Regierungsrat die Mitglieder des Museumsrates für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Gleichzeitig hat er den Präsidenten des Museumsrates, Dr. Hanspeter Rentsch, für eine neue Amtsdauer gewählt. Am 1. Dezember 2020 hat der Regierungsrat die neue Leistungsvereinbarung des MAZ mit dem Kanton Solothurn genehmigt, welche bis Ende 2023 gelten wird.

Den ganzen Geschäftsbericht 2020 finden Sie hier.

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