Solothurn
«Freunde des Stadttheaters» haben zwei neue Angebote entwickelt

Während dem die Theater pandemiebedingt geschlossen waren, hat der Kulturverein «Freunde des Stadttheaters» neue Angebote auf die Beine gestellt.

Helmut Zipperlen
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Das Theater Romeo und Julia wurde finanziell vom Verein unterstützt und kann heute vor nur 50 Besucherinnen und

Das Theater Romeo und Julia wurde finanziell vom Verein unterstützt und kann heute vor nur 50 Besucherinnen und

Joel Schweizer

Der Verein der Freunde des Stadttheaters Solothurn hat die Zeit der geschlossenen Theater genutzt, um zwei neue Angebote zu konzipieren. Zum einen soll ein kleiner Opernclub aufgebaut werden. Jede Saison findet eine Opernpremiere in Solothurn statt. Dieser Club soll sich der Bekanntmachung des jungen Opernnachwuchses annehmen. Mit den «Schaulustigen» sollen Junge preisgünstig Schauspielaufführungen besuchen und mit Theaterarbeitenden ins Gespräch kommen dürfen.

Schriftliche Generalversammlung

Diese Angaben sind den Mitgliedern schriftlich zugestellten Jahresbericht 2020 entnommen, denn auch die für 2021 geplante Generalversammlung konnte nicht in gewohntem Rahmen stattfinden, sondern erfolgte auf dem schriftlichen Weg. Von den insgesamt 515 Vereinsmitgliedern konnten ungefähr 150 Leute in der Säulenhalle des Landhauses begrüsst werden. Schriftlich haben beachtliche 189 Leute teilgenommen.

Die statutarischen Geschäfte wurden mit teilweise ganz wenigen Enthaltungen gutgeheissen. An Stelle des demissionierenden Vorstandsmitgliedes Thomas Kaegi wurde Christine Liechti gewählt und bei der Kontrollstelle rückte der bisherige Ersatz Benjamin Patzen als ordentliches Mitglied nach, an seiner bisherigen Position ersetzt durch Thomas Meuli.

2019 wurde der Spendenbarometer der «Freunde des Stadttheaters» für die Aufführung Romeo und Julia enthüllt.

2019 wurde der Spendenbarometer der «Freunde des Stadttheaters» für die Aufführung Romeo und Julia enthüllt.

Hanspeter Bärtschi (25.09.2019)

Die Mitgliederbeiträge werden für Unterstützungen des Theaterbetriebes verwendet. In den letzten beiden Jahren gingen namhafte Beiträge an die Inszenierung von «Peer Gynt» für die Masken und Kostüme der Fabelwesen, an «Antigone» für die Honorierung des Schlagzeugers Daniel Weber.

Trauen sich die Leute zurück ins Theater?

Für die Saison 2020/2021 gesprochenen Beiträge für Masken und Tierfiguren für «Faust I» und an «Casanova in der Schweiz» werden erst in der nächsten Saison sichtbar.

Mit viel Aufwand und Herzblut wurde der Klassiker «Romeo und Julia» inszeniert, doch wurden die Aufführungen durch die Pandemie beeinträchtigt. Derzeit wird die Produktion für nur 50 Besucherinnen und Besucher gespielt. Der Verein hat dafür im Jahre 2019 über 55'000 Franken gesammelt. «Der Vorstand hat sich bemüht, auch in dieser schwierigen Situation eine Stütze zu sein. Wir hoffen, dass die Leute nun wieder den Weg zurück ins Theater finden, dass sie keine Angst haben, sich ins Publikum zu mischen», sagt Vereinspräsidentin Claudia Eng.

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