Solothurn
Seltene Käfer entdeckt: Auch die Pro Natura zählt zu den Hostet-Einsprechern

Die kantonale Sektion von Pro Natura macht für ihre Einsprache gegen eine Erschliessungsstrasse eine seltene Käferart geltend.

Drucken
Teilen
Der entdeckte Feuerschmied dient laut Pro Natura als Qualitätsindikator für eine hohe Biodiversität.

Der entdeckte Feuerschmied dient laut Pro Natura als Qualitätsindikator für eine hohe Biodiversität.

Stanislav Snäll/https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en

Zu den Einsprechern gegen die Vorarbeiten der Erschliessungsachse im Weitblick Nord (wir berichteten) zählt auch die Pro Natura Solothurn, wie deren Geschäftsführerin Ariane Hausammann bestätigt. Tatsächlich war der ebenfalls einsprechende Quartierverein Weststadt auf Pro Natura zugekommen. Im Vordergrund stand die Vermutung, im Perimeter der geplanten Strasse den gefährdeten Juchtenkäfer zu finden, den es ausser im Kanton Solothurn sonst nur noch im Kanton Genf gibt.

Zwar gebe es laut Hausammann im Moment keinerlei Hinweise auf den Juchtenkäfer. Stattdessen fand die Biologin Lea Kamber diesen Monat zum wiederholten Male den Marmorierten Rosenkäfer und den Feuerschmied aus der Familie der Schnellkäfer. «Für die Schnellkäfer wurde noch keine Rote Liste erarbeitet», sagt Hausammann. «Dennoch zeigen Verbreitungskarten, dass der Feuerschmied äusserst selten ist.» In der Hostet im Planungsperimeter Weitblick ist es gar das kantonsweit zweite entdeckte Exemplar.

Ausserdem diene der Feuerschmied als Qualitätsindikator für eine hohe Biodiversität. «Dementsprechend hat die Hostet eine sehr hohe Qualität», so Hausammann. «Und wenn eine so seltene Art entdeckt wird, muss eine Lösung gefunden werden, um den Erhalt ihres Lebensraums sicherzustellen.» (ak)

Aktuelle Nachrichten