Solothurn
Schulhaus Kollegium wird rollstuhlgerecht

Bis im August ist das Schulgebäude an der Goldgasse eine Baustelle. Dabei wird das Solothurner Schulhaus zu einem rollstuhlgängigen Gebäude umgebaut. Der Schulunterricht soll auch während den Bauarbeiten aufrechterhalten werden.

Wolfgang Wagmann
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Im Vorhof des Schulhauses Kollegium sind die Bagger aktiv geworden.

Im Vorhof des Schulhauses Kollegium sind die Bagger aktiv geworden.

Wolfgang Wagmann

Letzte Woche sind im Innenhof vor dem Schulhaus Kollegium Bagger aufgefahren und haben mit Grabarbeiten für Leitungen begonnen. Bis im Sommer werden auch im Innern des ehrwürdigen Schulgebäudes grössere Umbauarbeiten vorgenommen.

Dazu erklärt die Leiterin des Stadtbauamtes, Andrea Lenggenhager: «Teile des Gebäudes werden so angepasst, dass das Schulhaus Kollegium neu hindernisfrei zugänglich ist. Dafür wird im Innenhof zum Haupteingang des Schulhauses eine rollstuhlgerechte Rampe erstellt. Im Bereich der heutigen Toilettenanlagen wird neu ein Personenlift eingebaut, der alle Geschoss inklusive Dachgeschoss erschliesst.»

Weiter würden die Toiletten für die Schüler neu in der Raumzone neben dem Nordtreppenhaus angeordnet und im Bereich neben dem Lift die neuen IV-/Lehrer-Toiletten realisiert. «Im Erdgeschoss wird im Bereich des nördlichen Treppenhaus ein neuer hindernisfreier Zugang zum Pausenplatz erstellt. Das ganze Nordtreppenhaus, bisher als Lagerraum genutzt, wird als Treppenhaus reaktiviert», so Lenggenhager weiter.

Bis zum Ende der Sommerferien

Die Vorbereitungs- und Bauarbeiten haben am letzten Montag begonnen. Der Terminplan sieht laut Andrea Lenggenhager so aus: «Ziel ist es, dass die massgebenden Bauarbeiten bis Mitte August, dem Ende der Sommerferien, abgeschlossen sind. Einzelne Abschlussarbeiten erfolgen noch während der Herbstferien.»

Nicht unbeeinträchtigt von den Bauarbeiten bleibt der Schulbetrieb, wie die Bauamtleiterin einräumt: «Die Bauarbeiten erfolgen, abgesehen von den jeweiligen Schulferien, während des ordentlichen Schulbetriebs. Bei den Bauarbeiten wird darauf geachtet, dass die ganz lärmintensiven Arbeiten während der schulfreien Zeiten in den ausgeführt werden können. Der ganze Bauablauf wurde zusammen mit der Schulleitung abgesprochen.»

Die Grösse des jetzigen Baueingriffs werde aber sicher zeitweise zu Beeinträchtigungen im Schulbetrieb führen. «Der Schulbetrieb kann aber trotzdem aufrechterhalten werden», ist Andrea Lenggenhager überzeugt.

Umstrittene Liftkosten

Für einiges Stirnrunzeln hatten im Gemeinderat die hohen Kosten für den Lifteinbau gesorgt. Doch hatte die Gemeindeversammlung im Juni des letzten Jahres den Bruttokredit von 1,44 Mio. Franken bewilligt. Dafür sieht Andrea Lenggenhager im Umbau ein grosses Verbesserungspotenzial. «In erster Linie wird die hindernisfreie Erschliessung der Schulanlage Kollegium erreicht. Dies beinhaltet die Zugänglichkeit zur Liegenschaft und Pausenplatz, die Erreichbarkeit aller Geschosse und Schulräume sowie die Benutzung behindertengerechter Toilettenanlagen.»

Auch könne der neu installierte Personenlift nicht nur von Personen mit dauernden Behinderungen genutzt werden. «Der Lift steht auch für Personen mit kurzzeitigen eventuell unfallbedingten Handicap wie auch für Materialtransporte zu Verfügung.» Und noch einen Vorteil sieht Lenggenhager: «Durch den Lift kann das Dachgeschoss besser als Lagerfläche genutzt werden.» Und nicht zuletzt seien sämtliche Toilettenanlagen nach dem Abschluss der Bauarbeiten neu erstellt.