Solothurn
Neues Lokal am Landhausquai: Aus «Solaare» wird «Russissimo»

Mit Toni Russo hält ein neuer Player in der Solothurner Gastro-Szene Einzug. Er hat sich an der Aare eingemietet und nennt sein ab Freitag geöffnetes Lokal «Russissimo».

Wolfgang Wagmann
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Ein Teil des «Russissimo»-Teams (v. l.): Aline Dissler, Gino Capuzzello, Toni Russo, Saida al Achlam und Giovanni Recupero. ww

Ein Teil des «Russissimo»-Teams (v. l.): Aline Dissler, Gino Capuzzello, Toni Russo, Saida al Achlam und Giovanni Recupero. ww

Am Eingang zur «Beizen- und Flaniermeile» am Landhausquai tut sich was: «Russissimo» hat das vor vormalige «Solaare» im früheren «Storchen» übernommen. Was mit Russen überhaupt nichts zu hat, sondern mit Toni Russo, «einem italienischen Nachnamen, der bei uns so häufig ist wie Meier oder Müller.» Das Credo des Quereinsteigers, der als Banker den Master an der HSG St. Gallen gemacht hat: «Bunonissimo» und «Italianissimo» stehen neben dem Logo von Russos AG, die 20 Aktionäre zählt und sich ergo «Russissimo» nennt. «Wir setzen auf Qualität», meint Russo und das gilt nicht nur für die im Haus oder «artigianale» hergestellten «Gelati, sondern schon für den Standort.

«Ich habe mich auch in Bern und Thun umgesehen, doch die Lage hier in Solothurn ist top», meint der Russissimo-Hauptaktionär, der seit fünf Jahren in Solothurn arbeitet und übrigens «halb Sizilianer, halb Emmentaler» ist.

«Italianità» wird grossgeschrieben

Das neue Lokal mit 40 Innen- und 40 Aussenplätzen soll tagsüber mehrfach das «Make up» wechseln – aber immer ein italienisches Gesicht zeigen: morgens das Café mit einem hervorragenden Espresso oder Cappuccino zum Cornetto, mittags als Imbiss-Corner für Kurzzeitverpfleger, die auf Pasta mit selbst gemachten Saucen, Pizza, Panini oder Salate stehen, die auch per Take-away zu haben sind. Nachmittags mutiert das «Russissimo» zur Gelateria, abends dann zum Ristorante mit aufgedeckten Tischen. Bar inklusive, grosser Flachbildschirm für den gemeinsamen Calcio-Genuss ebenfalls.

Freitag und Samstag gibts bis 2 Uhr nachts Musik, und auch am Sonntag öffnet das neue Lokal ab 10 Uhr. Das italienische Tüpfchen auf dem i ist eine Weinkarte mit ausschliesslich italienischen Gewächsen, «und zwar jede Rebensorte, die es in Italien gibt», wie Toni Russo stolz betont. Und schon bald wird ein dreirädriger «Ape» Gelati an Firmen liefern, «später wahrscheinlich auch für private Feste zu mieten sein».

Starten will Russo mit 800 bis 900 Stellenprozent, wobei über 50 Prozent der Angestellten Leute seien, die es schwer hätten, eine Beschäftigung zu finden. «Ich bin aber überzeugt, dass dieses soziale Projekt funktioniert. Denn alle im Team sind topmotiviert».

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