Solothurn
Lärm und Dreck für etwas Schönes

Die Bewohner und Angestellten des Alterszentrums Wengistein begingen am Montag mit Bauherrin und Architekten den Spatenstich für den Anbau und die Sanierungsarbeiten.

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Gemeinsamer Start: Bauleitung, Architekt Mike Sattler, Zentrumsleiter Hansruedi Moor,Betriebskommission (Lukas Reichmuth), Mitarbeiter und Bewohner.

Gemeinsamer Start: Bauleitung, Architekt Mike Sattler, Zentrumsleiter Hansruedi Moor,Betriebskommission (Lukas Reichmuth), Mitarbeiter und Bewohner.

Christoph Neuenschwander

«An genau diesem Ort wurde vor 32 Jahren schon einmal ein Spatenstich vorgenommen», informierte Hansruedi Moor hinter dem Alterszentrum Wengistein. Damals wurde das Hauptgebäude errichtet. Vor vier Jahren fand der Spatenstich für den Osttrakt statt. «Das Wengistein hat sich immer wieder dadurch ausgezeichnet, Projekte anzugehen und auch mutige Entscheide zu fällen, anstatt bloss zu sagen: ‹Irgendwann sollte man.›» Mit diesen Worten ging Zentrumsleiter Moor den neuesten Spatenstich an, der seinerseits einen beachtlichen Anbau und Sanierungsarbeiten einleitete.

Provisorium bleibt bestehen

Am Ort des Spatenstichs wird ein Pavillion entstehen, wie Architekt Mike Sattler erklärte. «Als Kinder sind wir im Garten des alten Wengisteins herumgerannt», erinnerte er sich. «Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier einmal als Architekt bauen würde.» Ursprünglich sei der Pavillion nur als Provisorium gedacht gewesen, um die Bewohner des Alterszentrums während des Umbaus unterzubringen. Inzwischen habe sich gezeigt, dass das Bedürfnis für einen permanenten Bau da sei. Gearbeitet wird vorwiegend mit Holz, auch weil es schneller gehe. Auf der Demenzabteilung wird zudem ein zweites Stockwerk errichtet – auch hier mit Holz, insbesondere aus statischen Gründen, da das Gebäude nicht für einen zweiten Stock vorgesehen war.

Sobald Pavillion und Aufstockung abgeschlossen sind und es für die Bewohner eine Ausweichmöglichkeit gibt, wird die zweite Bauphase in Angriff genommen: die Erweiterung im Westen, die an das Aussehen des bestehenden Gebäudes angepasst wird. In einer dritten Phase werden bestehende Räume saniert. Unter anderem bestehe Bedarf an Einzel- und Ehepaarzimmern, anstatt der bestehenden Zweierzimmer.

Rund 14 Monate wird das Bauvorhaben dauern. «Wir können nicht ohne Lärm und Dreck bauen», entschuldigte sich Sattler bereits im Voraus. «Aber wir können versuchen, es auf ein Minimum zu reduzieren.» Ausserdem relativierte Hansruedi Moor: «Dreck und Lärm nehmen wir in Kauf, wenn dafür etwas Schönes entsteht.» (cnd)

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