Solothurn
Kursänderung: Das Palais Besenval nimmt nun doch einen 5-Tage-Betrieb auf

Nach einer Schelte von Stadtpräsident Kurt Fluri hat sich das Palais Besenval nun doch zu einer Kurskorrektur entschlossen – es steht neu fünf Tage die Woche allen Gästen offen.

Wolfgang Wagmann
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Die Terrasse ist neu auch wieder für Tagesgäste geöffnet – aber erst nach 14 Uhr.

Die Terrasse ist neu auch wieder für Tagesgäste geöffnet – aber erst nach 14 Uhr.

Wolfgang Wagmann

Trotz zweimaliger Anfrage beim Management von H-Hotels mochten die Besenval-Betreiber nicht offiziell bestätigen, was seit Mittwoch am Palais-Haupteingang ausgeschildert ist: Die «Lieben Gäste» könnten nun vom Dienstag bis Samstag wieder täglich im Restaurant essen gehen.

Das Fünf-Tage-Schmalspurprogramm hat noch einen weiteren Haken: Erst ab 14 Uhr bis 22 Uhr sind Spontangäste willkommen. Damit folgt das Palais Besenval dem Trend weiterer Gastro-Anbieter in der Stadt, die mangels Rendite auf ein Mittagsangebot gleich verzichten.

Dieses Info-Blatt ist seit Mittwoch am Palais-Haupteingang angebracht.

Dieses Info-Blatt ist seit Mittwoch am Palais-Haupteingang angebracht.

Wolfgang Wagmann

Klein gehaltene Karte

Auch die Karte orientiert sich am gerade so Machbaren und wirkt nicht sonderlich ausgefallen: Zum Apéro gibts wahlweise Oliven mit Alpkäse oder Elsässer Flammkuchen, das Vorspeisen-Duo besteht aus Tatar und dem global omnipräsenten Cesars Salad. Oder zwei Suppen: einer Bouillon und dem Soledurner Wysüppli.

Die fünf Hauptgänge zwischen 16.50 (Buurebratwurst/Rösti) und 38 Franken (Zürcher Gschnätzlets) wirken recht prosaisch, immerhin stehen standesgemäss für das Aareufer auch Fish and Chips auf der Karte. Schoggi-Schnitte, Apfelkuchen oder Fruchtsalat komplettieren als Dessert-Trio das Angebot.

Vertrag erfüllt

Das Palais Besenval, welches auch das Bankettgeschäft im Haus und für die Stadt im Landhaus besorgt, hatte sich die Kritik von Kurt Fluri zugezogen, weil es laut Seminarmeile-Vertragswerk ein öffentlich zugängliches A-la-carte-Restaurant führen sollte. In einer ersten Stellungnahme hatte das Management dies nicht zuletzt wegen denkmalpflegerischer Auflagen als nicht möglich erachtet. Man wolle sich auf Anlässe wie Hochzeiten fokussieren und damit das Palais Besenval als «Top-Destination« in diesem Bereich entwickeln.

Ebenfalls aufgrund von Reklamationen zum Betrieb des Palais hatte zuletzt der Regierungsrat eine Überprüfung des Vertragswerks durch das Kantonale Hochbauamt, die Stadtkanzlei und Tourismusdirektor Jürgen Hofer veranlasst.

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