Solothurner Ferienpass
Kicken mit den Profis der «Bieler Äxte» beim Beachsoccerkurs

Dem Regen und den tiefen Temperaturen trotzten 19 Kinder am Mittwoch beim CIS Sportzentrum. Die Jungen und Mädchen des Ferienpasses Beachsoccerkurs konnten die Erfahrung sammeln, wie es sich anfühlt auf sandigem Untergrund zu spielen.

Marina Stalder
Drucken
Teilen
Julia (8) im Zweikampf mit dem Torhüter.

Julia (8) im Zweikampf mit dem Torhüter.

Marina Stalder

Regen und Temperaturen um die 15 Grad – Wetter, das niemanden dazu bewegt, länger als nötig draussen zu verweilen. Das sehen die 19 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die pünktlich um neun Uhr für den Beachsoccerkurs beim CIS Sportcenter bereitstehen, anders. Für die Erfahrung im Sand trotzen sie dem Regen mit guter Laune und viel Energie. Im diesjährigen Beachsoccerkurs zeigt Sascha Feuz, Präsident und Spieler des BSC Bienne Hatchets («Bieler Äxte»), den 17 Jungs und den beiden Mädchen, wie sich das Rennen mit dem Ball im Sand anfühlt.

Beachsoccer im Land ohne Sand

Feuz, der den Bieler Beachsoccerclub 2008 gegründet hat, kommt wie die meisten Spieler aus dem Fussball. «Da die Saison je nach Bedingungen nur fünf bis sechs Monate dauert, spielen die meisten von uns gleichzeitig auch noch in einer Fussballmannschaft», erklärt er.

Dass die Sportart in der Schweiz noch zu den Randsportarten gehört, liegt sicherlich nicht an der fehlenden Spielqualität. «Auch wenn man es nicht erwartet, ist die höchste Liga der Schweiz, die ‹Suzuki Swiss Beach Soccer League›, die drittbeste weltweit.» Anführer dieser Rangliste ist Russland, gefolgt von Italien. Die Unbekanntheit von Beachsoccer hat jedoch auch seine Vorteile. «Es erlaubt einen regen Austausch der Mannschaften und der einzelnen Spieler weltweit», erzählt Sascha Feuz. Auch der BSC Bienne Hatchets konnte von diesem Austausch profitieren. Der Klub konnte für diese Saison den Torhüter der Beachsoccer-Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago, Zane Coker, anheuern. Der 26-jährige Profi ist an diesem Tag auch anwesend und hilft Sascha beim Training mit den Kindern.

Ein heftiger Torregen

Zurück auf dem Sand geben die Kursteilnehmer alles. Julia, 8, spielt bereits beim SC Blustavia als Juniorin Fussball und zeigt sich im Ferienpasskurs enorm torsicher. «Ich wollte sehen, wie sich Fussball spielen im Sand anfühlt, und mir gefällt Beachsoccer bis jetzt sehr», sagt Julia.

Nach dem Einwärmen sollen die Teilnehmer ein Gespür für den Ball im Sand bekommen. Dafür beginnen sie mit Zuspielen und üben sich danach auch in Torschüssen. Sie müssen zuerst alleine, dann im Duell und schliesslich im Zusammenspiel versuchen, ein Tor zu erzielen. Die Gruppe, die mit Coker trainiert, muss das Schiessen auch noch mit Froschhüpfen kombinieren, wobei einige von ihnen unsanft, aber lachend im Sand enden. Das Toreschiessen gefällt Dominic am besten. «Es macht viel Spass, wenn man ein Tor macht. Beachsoccer ist wirklich toll!» In einem Fussball- oder Beachsoccerclub spielt der 11-Jährige bisher aber noch nicht.

Auch wenn der Regen nur wenig nachlässt, verlieren die Kinder weder ihre Ausdauer noch ihren Ehrgeiz. Im wirklichen Match am Ende des Kurses schenken sich die Teams nämlich nichts. Zum Schluss stehen aber nur Sieger auf dem Platz, weil an diesem Morgen alle gewonnen haben: Sascha Feuz, der jungen Sportlern Beachsoccer näher bringen konnte, und die Kinder, weil sie sich dem Wetter nicht geschlagen gegeben haben und sich so einen trockenen Nachmittag mehr als nur verdient haben.

Aktuelle Nachrichten