Unbewilligt
«Gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus»: Antifa plant Demonstration in Solothurn

Initianten rufen am Freitag, 20. Oktober eine unbewilligte Demonstration auf den Strassen Solothurns aus. Dabei soll gegen «Faschismus, Rassismus und Sexismus» protestiert werden. Die Polizei versucht, mit den Initianten in Kontakt zu treten.

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Ein Grossaufgebot der Polizei verhinderte die Demonstration in Bern. Jetzt planen Initianten eine Kundgebung in Solothurn.

Ein Grossaufgebot der Polizei verhinderte die Demonstration in Bern. Jetzt planen Initianten eine Kundgebung in Solothurn.

Keystone/az

Vor zwei Wochen verhinderte die Polizei mit einem massiven Aufgebot einen unbewilligten «Antifaschistischen Abendspaziergang» in der Berner Innenstadt. Nun rufen Initianten zu einer ähnlichen Demonstration auf den Strassen in Solothurn auf. Wie in einer Mitteilung beschrieben wird, sollen dort dieselben Anliegen thematisiert werden wie in Bern. «Mit dieser Demonstration solidarisieren wir uns mit unseren Berner Freunden.»

Eine Bewilligung eingeholt habe die Gruppierung noch nicht, informierte Peter Fedeli, Kommandant der Stadtpolizei, auf Anfrage der SZ. Von den Initianten ist zu lesen, «dass es für unsere Anliegen keine Bewilligung einer staatlichen Behörde braucht. Um auf die Strasse zu gehen, müssen wir nicht um Erlaubnis fragen.» Fedeli bemüht sich, für ein Gespräch mit der Gruppe Kontakt aufzunehmen.

Rekrutierung der PNOS

Dem Schreiben ist weiter zu entnehmen, dass die Idee zu dieser Demonstration entstanden sei, als die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) offenbar am «vergangenen Samstag einen Stammtisch, der der Rekrutierung von neuen Interessenten diente», organisierte. Gegen diese «spürbar faschistischen und nationalistischen Tendenzen» wollen sich die Organisatoren wehren. Es hätten sich zudem Vorfälle gehäuft, bei denen die Gruppen versuchen, im Raum Solothurn «politische Agitation zu betreiben und den gesellschaftlichen Rechtsrutsch durch extremistische Positionen zu beeinflussen und zu nutzen». Die PNOS würde sich dafür neuer Methoden und Rhetorik bedienen, um ihren Einfluss auf die Gesellschaft zu stärken.

«Wir verspüren ein starkes Bedürfnis, unseren Wohn- und Lebensort mitzugestalten und unsere Bedürfnisse und Ideen in einer toleranten und bunten Stadt zu leben», schreibt die Gruppierung. Um sich gegen «Faschismus, Rassismus und Sexismus» zu wehren, rufen sie eine Demonstration auf den Strassen Solothurns aus. Gemäss Flyer soll sie um 20.30 Uhr am Aaremürli beginnen. (mgt/chg/ak)

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