Solothurn
Franco Knie: «Die Elefantendame erfreut sich bester Gesundheit»

Die Kritik an der Elefantennummer sorgt hinter der Solothurner Rythalle für Kopfschütteln. Franco Knie spricht von haltloser Kritik. Heute Mittwoch ist die Elefantendame «Delhi» noch zweimal in der Manege zu bestaunen.

Christof Ramser
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Delhi (44) ist vor der Sonne ins schattige Zelt geflüchtet. Um die Haut zu schützen, wirft sie sich mit dem Rüssel Heu auf den Rücken. Die Elefantendame ist einer der Stars in der Manege des Circus Knie, der heute noch zwei Vorstellungen in Solothurn gibt. Auch im Zirkuszoo am Nachmittag sind die Elefanten ein Hingucker - neben Ponys, Trampeltieren oder Araberhengsten faszinieren sie Gross und vor allem Klein.

Die Beschwerde der Tierschutzorganisation Pro Tier an der Nummer, bei der sich die Elefantin auf ein Brett fallen lässt und einen Artisten in die Luft schleudert (wir berichteten), kann beim Platz hinter der Rythalle niemand nachvollziehen. «Die haltlose Kritik stösst bei den Besuchern auf Unverständnis», sagt Direktor Franco Knie.

Die Elefantendame erfreue sich bester Gesundheit. Es sei offensichtlich, mit welch grossem gegenseitigem Respekt der Zirkus mit seinen Tieren zusammenarbeite.

Mit dem Schweizer Tierschutz STS stehe man im konstruktiven Austausch und sei offen für Anregungen. «Für haltlose Anschuldigungen von anderen Kreisen haben wir kein Verständnis.» In öffentlichen Proben könne man sich ein Bild vom gewissenhaften Umgang mit den Tieren machen.

Die Schleuderbrettnummer bleibt im Programm. Sie wurde seit 1973 viermal präsentiert - noch nie habe sich bisher jemand beschwert. Franco Knie vermutet, dass Pro Tier den bekannten Namen des Nationalzirkus dazu missbrauche, um ein generelles Wildtierverbot in der Schweiz und im Ausland durchzusetzen.

Vorstellungen heute Mittwoch: 15 Uhr und 20 Uhr.

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