«Route Gourmande»
Feinschmecker begaben sich auf einen kulinarischen Rundgang durch die Stadt

Die von Andy Zaugg lancierte Idee des Gastro-Rundgangs «Route Gourmande» kam gut. Die Gruppe besuchte verschiedene kulinarische Stationen, wo exquisite Köstlichkeiten und auserlesene Weine serviert wurden.

Katharina Arni-Howald
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Auch Stadtpräsident Kurt Fluri weiss einen guten Tropfen zu schätzen.
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Die Gäste sind fasziniert.
Eine Station ist das Jägerstübli.
Empfang im Palais Besenval.
Urs Witmer vom Restaurant Chutz Langendorf.
Route Gourmande

Auch Stadtpräsident Kurt Fluri weiss einen guten Tropfen zu schätzen.

Hans Ulrich Mülchi

Fünf Spitzenköche und zwölf Spitzenwinzer: Die von Andy Zaugg (Restaurant zum Alten Stephan) und seinen waadtländischen Freunden initiierte «Route Gourmande» liess kaum Wünsche offen. Pünktlich um 10.20 Uhr empfängt Gemeinderat Alain Bassang aus Yvorne die ersten der in sechs Gruppen aufgeteilten Weinliebhaber und Gourmets mit einem Glas Chasselas Trechène Grand Cru aus dem schmucken Weinort am Lac Léman.

Die Stimmung ist verhalten - die Zunge noch etwas schwer beim ersten Glas. Eine halbe Stunde später empfängt Thomas Pfister vom Restaurant Goldener Krug in Suberg die Gäste im Palais Besenval. Das Amuse-Bouche, das er serviert, hat der mit 14 «Gault Millau»-Punkten ausgezeichnete Spitzenkoch gezielt ausgewählt: «Weil ich im Seeland zu Hause bin, habe ich mich für eine Kreation aus Rohschinken, Rüebli und Sellerie entschieden.» Dazu reichen Stéphane Borter aus Aigle und die Gebrüder Philippe und Frédéric Deladoey aus Yvorne einen Chasselas und einen Grand Cru aus der Domaine L'Ovaille.

Von Station zu Station

Von da weg pilgert die Gruppe zum «Jägerstübli», wo Urs Witmer vom Restaurant Chutz in Langendorf eine währschafte «Consommé de chevreuil indigène», begleitet von einem Sauvignon Blanc aus dem Château Maison Blanche in Yvorne, serviert. Als Nächstes angepeilt wird die Locanda Fiorentina. Dort werden die Feinschmecker von Sterne-Koch Werner Schürch aus dem Gasthof Emmenhof in Burgdorf empfangen.

Angekündigt ist ein «Sandre sur lit de ratatouille avec mayonnaise tiède». Der Clos du Rocher Grand Cru stammt aus dem Haus Obrist in Vevey. «Crémeux de pois frais, saumon fumé de Norvège» ist in der Piano Bar angesagt, wo Christophe Rod vom Restauant La Roseraie in Yvorne das Szepter führt. Das dritte Entrée wird begleitet von Gamay und Chasselas der Häuser Clos de la George und Domaine Didier.

Bis zum Käse und Süssem

In den Genuss eines weiteren Highlights kommen die Gäste bei Andy Zaugg im Alten Stephan. Der «Boeuf braisé à la Soleuroise avec carotte et purée de pommes de terre» schmeckt hervorragend. Zudem entzückt ein Rouge de Rouges aus der Domaine de la Pierre Latine in Yvorne den Gaumen der Teilnehmer.

Andy Zaugg ist der Initiant des Anlasses «Yvorne grüsst Solothurn», der am 14. September 2014 eine Fortsetzung finden soll. Entstanden ist die Idee dank den guten Beziehungen des Solothurner Spitzenkochs zu anderen Spitzenköchen aus der Region und den freundschaftlichen Banden zu den waadtländischen Winzern.

Glücklicher Andy Zaugg

Abgerundet wird der kulinarische Höhenflug durch einen Besuch in der Stadt-Chäsi, wo Konrad Misteli mit Sbrinz und Tomme de Fleurette aufwartet, zu dem das Haus Henri Badoux einen «Petit Vignoble», Jahrgang 2003, beisteuert. Süsse Gelüste werden im Keller der Suteria befriedigt. Bei «Petits Gâteaux de Soleure» und «Tourtes de Gascogne», begleitet von einem Chasselas doux aus dem Haus Artisans Vignerons d'Yvorne, lassen es sich die Gourmets auch dort wohlergehen.

«Ich bin total glücklich», sagt Andy Zaugg bei einem Glas Chasselas aus den Häusern Charly Blanc & Fils und Oh!Monod, sichtlich überwältigt vom Erfolg des Anlasses abschliessend bei Chez Fritz. Und der Tischnachbar Markus Studer fügt an: «Es war eine perfekte Symbiose in einer wunderschönen Umgebung, bei der das Persönliche und nicht der Kommerz im Vordergrund standen.»

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