Solothurn

Eingangstür, Wände und Geldautomaten der Credit Suisse stark versprayt

In der Nacht auf Mittwoch wurde das Gebäude der Credit Suisse in Solothurn Zielscheibe von Vandalen.

Vandalen waren in der Nacht auf Mittwoch aktiv. Die gläserne Eingangstür, die Fassade und auch die beiden Geldautomaten des Gebäudes an der Wengistrasse 2 sind mit weisser und schwarzer Farbe versprayt.

Die stark versprayten Automaten der Credit Suisse-Filiale wurden am Mittwochmorgen ausser Betrieb gesetzt. Kunden wurden auf Zetteln an den Automaten im Innern der Bank verwiesen. Bereits am Mittwochmorgen machte sich eine Putzcrew daran, die Schmierereien zu entfernen. Der Schaden dürfte mehrere tausend Franken betragen.

Rolf Hofstetter, Direktor der Credit Suisse Solothurn, ist entsetzt: «Es macht mich traurig, wenn ich das sehe», sagt er gegenüber Tele M1. Es handle sich um Sachschaden bei einer Firma, «die eigentlich nichts dafür kann.» Zudem sei noch nicht sicher, ob eine Reinigung der Geldautomaten ausreichen wird oder ein Ausbau vorgenommen werden muss. Auch Passanten verstehen die Aktion nicht.

"Rise up for Rojava": Credit-Suisse-Filialen komplett versprayt

"Rise up for Rojava": Credit-Suisse-Filialen komplett versprayt

Politische Sprayereien verunstalteten Bankfilialen in Solothurn und Muri bei Bern. Weil die Bank in Waffenfirmen investiert, sei sie mitverantwortlich für den Krieg der Türkei gegen die Kurden in Nordsyrien.

An der Eingangstür prangte ein politisch motivierter Schriftzug. «Rise up for Rojava» bezieht sich auf den Kampf für das syrische Kurdengebiet. In verschiedenen Schweizer Städten und im Ausland gab es Protestzüge gegen den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien.  

Der Hintergrund der Attacke auf die Credit Suisse-Filiale: Gewisse Gruppierungen werfen Schweizer Banken und Firmen – darunter eben auch die CS – vor, den Angriffskrieg in der Türkei zu ermöglichen und unterstützen. Auf barrikade.info wurde am Dienstag ein Bericht über eine Aktion gegen die Credit Suisse in Muri bei Bern publiziert. Eingesetzt wurden ebenfalls weisse und schwarze Sprühfarbe. Filialen in Zürich und Basel sollen schon angegriffen worden sein. 

«Nächtlicher Besuch bei der CS»

«Nächtlicher Besuch bei der CS»

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat Kenntnis vom Vandalenakt in Solothurn, hat aber keine Medienmitteilung geplant. Ob die Täter von Solothurn mit denjenigen in Muri in Verbindung stehen, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Ermittlungen würden laufen, heisst es auf Anfrage. 

Zuletzt wurde die Solothurner Bankfiliale im März 2017 versprayt – ebenfalls mit politisch motivierten Sprüchen. (ldu)

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