Solothurn
Der Weltuntergang kommt nicht, dafür die Aliens

Knapp ein Monat vor dem Weltuntergangstermin 21. Dezember erklärte Buchautor und Gastredner Erich von Däniken am KMU Kulturevent, was im Dezember wirklich passiert. Der 77-Jährige referierte mit ungebremsten Elan über die Jahrtausende.

Michael Hugentobler
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Erich von Däniken war Gastredner am Solothurner KMU-Kulturevent

Erich von Däniken war Gastredner am Solothurner KMU-Kulturevent

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Der 21. Dezember sei gemäss dem Maya-Kalender der Tag des Weltuntergangs. Allerdings sind sich die Maya-Experten unschlüssig, denn je nach Berechnung könnte es auch der 23. Dezember sein. Ein zusätzliches Dilemma: Sowohl die buddhistische als auch die islamische und jüdische Zeitrechnung ist eine andere als die Christliche. So gesehen würde die Katastrophe kurz vor Weihnachten nur die Christen betreffen, was dann nicht mehr als Weltuntergang bezeichnet werden könnte, sondern als Abendland-Untergang. Der Experte auf diesem Gebiet, Erich von Däniken, gab nun aber pauschale Entwarnung: die Menschen hätten sich in den Zahlen verheddert und die Rechnung stimme bei weitem nicht.

Wie es sich im Raumschiff lebt

Von Däniken war anlässlich des 6. KMU Kulturevent der KMU-Garage als Gastredner eingeladen worden. In vergangenen Jahren hatten diese Ehre der Musiker Fernando von Arb oder der Schriftsteller Pedro Lenz. Von Däniken war am Donnerstagabend von Beginn weg kaum zu stoppen mit seiner Rede über eine Zeitspanne von Millionen von Jahren. Nach einer kurzen Einleitung darüber, wie man ein Raumschiff baut und wie lange dies etwa dauere gab er Einzelheiten darüber, wie es sich auf so einem Raumschiff lebt. Er räumte dann ein, dass die Wissenschaft seine Theorien nicht glaube und begründete: «Es sind die Phantasten, die die Welt in Atem halten, nicht die Erbsenzähler.»

Von Däniken glaubt erkannt zu haben, dass die gängige Evolutionstheorie nicht stimme. Seiner Meinung nach kamen unsere Gene aus dem Weltraum auf die Erde, genaugenommen landeten sie in Zentralamerika, und zwar am 13. August des Jahres 3114 vor Christus. Als Beweis dafür zeigte er eine Grabplatte, auf der ein Wesen in einem Raumschiff zu sehen war, aus dem hinten ein Feuerschweif trat. Die Wissenschaft tue den Feuerschweif zwar als Barthaare ab, aber das stimme nicht, so von Däniken.

«Weiss nicht woher der Spuk kommt»

Die Maya hätten ein ausgeklügeltes System der Zeitrechnung entdeckt, das die Zeit in Kreise einteile. Am Endes des Kreises würden die Götter zurückkommen. Bei den Göttern handelt es sich gemäss von Däniken aber um ausserirdische Wesen. Das Ende eines solchen Kreises stehe kurz bevor, habe aber nichts mit dem Weltuntergang zu tun. «Ich weiss auch nicht, woher dieser Spuk mit dem Ende der Welt kommt», so von Däniken. Was sicher sei: Die Götter - oder eben die Ausserirdischen - kommen zurück.

Allerdings besteht noch immer das Problem mit der Zeitrechnung. «Ich weiss auch nicht wann sie kommen.» Er werde es wohl nicht mehr erleben, sagte der 77-Jährige. Trotz des ausbleibenden Weltuntergangs bleibe uns ein gewisses Chaos dennoch nicht erspart. Von Däniken nennt es den Götterschock. «Es wurde uns gesagt, es gäbe einen Gott, aber keine Ausserirdischen.» Wir würden erkennen, dass es genau umgekehrt ist. Das würde all jene vor den Kopf stossen, die ein Brett vor dem Kopf hätten.

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