Liebhabertheater-Gesellschaft
«Der süsseste Wahnsinn» begeisterte an Premiere

Das zurzeit im Spielplan der Liebhabertheater-Gesellschaft stehende Theaterstück «Der süsseste Wahnsinn» stammt vom amerikanischen Autor und Schauspieler Michael McKeeve und bietet legere Unterhaltung. Die erste reguläre Aufführung ist am 22. März.

Katharina Arni-Howald
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Dramatik pur mit (von links) Francis (Matthias Ostermeier), Athena Sinclair (Trix Hasler), Bernhard S. Dunlap (Kurt Egger), Mr. Pippet (Marco Brancato) und Otis (Stefan Huber).

Dramatik pur mit (von links) Francis (Matthias Ostermeier), Athena Sinclair (Trix Hasler), Bernhard S. Dunlap (Kurt Egger), Mr. Pippet (Marco Brancato) und Otis (Stefan Huber).

Zur Verfügung gestellt

Im Luxushotel Palm Beach Royal herrscht Stress an allen Fronten. Die rührige Benefiz-Sponsorin Mrs. Everet P. Osgood bemüht sich, eine Wohltätigkeitsveranstaltung in Gang zu bringen. Die angeblich verfeindeten Diven Athena Sinclair und Claudia McFaaden sollen für die Soldaten singen, die sich im Jahr 1942 auf Heimaturlaub befinden. Doch wegen eines Missgeschicks landen beide Damen in der Präsidentensuite, allerdings in verschiedenen Schlafzimmern.

Der immer kurz vor dem Infarkt stehende Hoteldirektor Mr. Dunlop versucht nicht nur, die Kollision mit allen Mitteln zu verhindern und das sich anbahnende Desaster unter Kontrolle zu halten. Der transpirierende Gastgeber ist auch gefordert, die Ticks der extravaganten Bühnenstars zu befriedigen und je nach Auftritt die weissen und roten Rosen im richtigen Moment auszuwechseln. Die ständig Martini schlürfende Claudia McFaaden rümpft stets chronisch das Näschen, währendem die chronisch amouröse Athena Sinclair Selbstbewusstsein zeigt.

K.o. im Kleiderschrank

An den ständig wechselnden Fronten kämpfen auch die Hotelpagen Francis und Otis, Athenas gutherzige und nur scheinbar zugeknöpfte Privatsekretärin Murphy Stevens und der folgsame Mr. Pippet, der nebst anderem das Schosshündchen seiner Herrin Gassi führt. Dafür, dass alles aus dem Ruder gerät, sorgt auch die Klatschkolumnistin Dora del Rio, die die Story ihres Lebens wittert und meist in einem Kleiderschrank verschwindet, wo sie auch k.o. geschlagen wird.

Doch nicht nur das, auch im Foyer der Nobelherberge nimmt das Unheil seinen Lauf. Immer wieder meldet Mrs. Osgood Militärmanöver von betrunkenen Soldaten und Stürze vom Balkon in den Pool. Schliesslich lässt Autor McKeever die Katze aus dem Sack und sorgt für einen Showdown mit überraschender Wendung und dem herbeigesehnten Happy End.

Das zurzeit im Spielplan der Liebhabertheater-Gesellschaft stehende Theaterstück «Der süsseste Wahnsinn», das perfekte Unterhaltung garantiert, stammt vom amerikanischen Autor und Schauspieler Michael McKeever. Geboren 1962, lebt und arbeitet er in Florida. In seinen zahlreichen Werken ergründet er auf brillante Weise die verschiedensten Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders und beschreibt sie mit hintergründigem Humor und grossem Einfühlungsvermögen. Ins Schweizerdeutsch übersetzt hat die Tür-auf-Tür-zu-Komödie mit dem Originaltitel «Suite Surrender» Pius Portmann, der gleichzeitig auch Regie führt.

«Der süsseste Wahnsinn» ist legere Unterhaltung pur und wie geschaffen für eine Laienbühne wie die LTG. Komisch, tempogeladen und bis in die Haarspitzen perfekt getimt ist sie eine mustergültige Farce mit starken Figuren, zündenden Gags und dem eleganten Charme klassischer Hollywood-Komödien.

Die Laiendarsteller zeigten nicht nur in den Haupt- sondern auch in den Nebenrollen eine hervorragende Leistung. Es sind dies Kurt Egger als Bernhard S. Dunlap, Marina Bösiger als Claudia McFadden, Trix Hasler als Athena Sinclair, Claudia Rudolf als Murphy Stevens, Marco Brancato als Mr. Pippet, Esther Knell als Dora del Rio, Ursula Huber als Mrs. Everet P. Osgood, Matthias Ostermeier als Francis und Stefan Huber als Otis. Für die Requisiten zuständig waren Trudi Marti, Linda Tanghetti und Erica Gasser. Die Maske besorgte Sabina Vitelli Jenni.

Nach einem verhaltenen Anfang hatte das zahlreiche Premiere-Publikum zunehmend Spass am fortschreitenden «Wahnsinn». Und als sich der Vorhang schloss, war die Begeisterung Publikums unüberhörbar.

Spieldaten So, 22. März, 17 Uhr; Sa, 28., und So, 29. März, je 19 Uhr; Mi, 1. April, 19.30 Uhr.

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