Solothurn
Der Entscheid zum Umbau des Hotels «Krone» soll bald fallen

In ihrer nächste Sitzung wird die Baukommission behandeln, wie es mit dem Solothurner Hotel weitergehen soll und was welche Bauarbeiten umgesetzt werden dürfen. Der definitive Bescheid dazu soll «sicher noch im Frühling kommen».

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Das Hotel Krone im Herzen von Solothurn

Das Hotel Krone im Herzen von Solothurn

Wolfgang Wagmann

Im Mai jährt sich zum zweiten Mal der Verkauf des Hotels Krone für 9 Mio. Franken an den Kanton und die Stadt Solothurn. Doch die Investorin, ein Immobilienfonds der Credit Suisse, der das Ensemble umbauen will, sowie die künftige Betreiberin von Hotel und Restaurant, die Genossenschaft Baseltor, werden seither auf eine Geduldsprobe gestellt.

Statt wie im Januar geplant mit dem Umbau beginnen zu können, zieht sich ein juristisches Verfahren zäh vor sich hin. Die Ursache sind Einsprachen vor allem des Solothurner Heimatschutzes, dem die Dachgestaltung des Leist-Flügels nicht passt. Der andere Knackpunkt ist das Begehren der Bauherrin, im Innenhof mit einem vor 13 Jahren angelegten Barockgarten künftig Parkplätze anzubieten.

Wer zu was etwas zu sagen hat

Das «Krone»-Ensemble steht unter Einzelschutz, nicht aber die Umgebung mit dem keineswegs historischen Garten im Innenhof. Zu dessen Gestaltung wird sich die Altstadtkommission wohl nach ihrer nächsten Sitzung vernehmen lassen und ihre Ansicht der Dinge begründen.

Vorläufig kein «Puff»

«Erotische Dienstleistungen» wollte Ragip Murtezi, Eigentümer des halben Wohnhauses an der Bielstrasse 127, künftig anbieten. Er hatte deshalb ein entsprechendes Umnutzungsgesuch auflegen lassen. Doch sei dieses noch innerhalb der Beschwerdefrist vom Hausbesitzer aus Oberönz wieder zurückgezogen worden, bestätigt der städtische Rechtsdienst auf Anfrage. Im Gesuch war zwar ausdrücklich auf Werbung und Rotlicht am Haus verzichtet worden, dennoch hatte ein anonymer SMS-Schreiber die Nachbarschaft aufgerufen, gegen die «Puff-Pläne» Einsprache zu erheben. (ww)

Mit der Dachfrage des Leist-Flügels hat sich in den letzten Wochen und Monaten die kantonale Denkmalpflege befasst und ihren Befund als verbindliche Entscheidungsgrundlage vor kurzem an die Stadt weitergeleitet.

Gaston Barth, Leiter des städtischen Rechtsdienstes, bestätigt, dass der Befund eingetroffen sei und wohl an der nächsten Sitzung der Baukommission behandelt werde. «Bald», sicher noch im Frühling, sei der Beschluss zu erwarten, wobei auch ein «Entscheid-Splitting» möglich sei - beispielsweise mit Nachbesserungsvorgaben zu Dach und Hof, während grosse Teile des Baugesuchs wie der Umbau des Haupttrakts so genehmigt werden könnten. Das letzte Wort haben aber die Einsprecher, die in nächster Instanz an den Kanton gelangen könnten. (ww)

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