Regio Energie
Den sonnigen Postkarten-Standort Solothurns noch besser nutzen

Wird die geplante Fotovoltaik-Anlage auf dem Firmensitz der Regio Energie Solothurn genehmigt, so könnte sie bereits im Herbst ans Netz gehen. Das 600 000 Franken-Projekt mit dem Namen «Solar Catch» hat nun nach drei Monaten Planung das Ok erhalten.

Andreas Kaufmann
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Gut sichtbar aus Richtung Süden sind die vertikalen Solarsäulen
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Die senkrechten Panels im Westen des Geschäftssitzes
Das neue Photovoltaik Projekt der Regio Energie Solothurn
Die Dachanlage auf dem Westtrakt zehrt hauptsächlich von der auf- und von der untergehenden Sonne
Der östliche Teil der Anlage wird auf dem Garagenvordach realisiert
Beim Ostteil wird ein Teil der Anlage auf dem Vordach in Richtung Aare realisiert
Der östliche Teil der Anlage wird auf dem Garagenvordach realisiert

Gut sichtbar aus Richtung Süden sind die vertikalen Solarsäulen

Zur Verfügung gestellt

Die städtische Energieversorgerin hat mit ihrem Standort an der Aare wahrlich einen Platz an Solothurns Sonnenseite. Bereits ab Herbst könnte die Regio Energie diesem Umstand weitere Vorteile abgewinnen: So soll an mehreren Stellen des Geschäftssitzes am Ritterquai Solarstrom produziert werden.

Das 600 000-Franken-Projekt mit dem Namen «Solar Catch» wurde bereits im vergangenen Jahr angedacht. Nach drei Monaten Planung hat es nun den Segen des RES-Verwaltungsrats erhalten. Diese Woche wird das Baugesuch eingereicht - verbunden mit der Zuversicht, dass das «ruhige und zurückhaltende Gesamtbild» der Anlage auf entsprechendes Wohlwollen stösst.

«Pfuus» für 15 Privathaushalte

Die dreiteilige Anlage soll eine Leistungsspitze von 65 Kilowatt aufweisen und einen jährlichen Energieertrag von über 60 000 Kilowattstunden erbringen. Damit könnte der Bedarf von rund 15 Haushalten abgedeckt werden. Den Löwenanteil macht mit 440 Quadratmetern die Hauptanlage auf dem Dach des Westtraktes aus. Hinzu kommen 100 Quadratmeter auf dem Vordach des Osttraktes sowie drei Stelen mit 65 Quadratmetern westlich des Gebäudekomplexes.

Mit diesen drei senkrechten Panels, die an der Position der heutigen Fahnenmasten stehen sollen, hofft die RES auch auf ein firmeneigenes «Wahrzeichen und ein Bekenntnis zur Sonnenenergie.» Und auch wenn das Aussehen der drei Stelen eine Geschmackssache ist: Auch aus Sicht des zuständigen Architekten passt es in die Umgebung. Das gesamte Vorhaben soll übrigens parallel zu einer ohnehin nötigen Dachsanierung umgesetzt werden.

Vorbildfunktion wahrnehmen

Die Solaranlage, die letztlich auch als Lehrstück konzipiert ist, könnte unter anderem Erkenntnisse darüber liefern, wie effizient unterschiedlich ausgerichtete Fotozellen arbeiten. «Zudem können wir mit der Anlage unsere Kompetenz im Bereich der Photovoltaik stärken und die Beratung in diesem Bereich verbessern», sagt Felix Strässle, Direktor der RES. Die Wirtschaftlichkeit ist für ihn auch nicht der Anlass des Bauvorhabens. «Auch machen wir mit dieser Investition nichts, wonach der Markt schreit. Vielmehr nehmen wir eine Vorbildfunktion wahr.»

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