Bereits vorherrschende Rückstaus auf der Westumfahrung würden mit dem Einkaufszentrum noch zunehmen, ebenso würde die «bereits heute ungenügende Luftqualität» noch weiter verschlechtert. Dabei stützt sich Bühlmann auf Verkehrsgutachten, sowie eine Aussage seitens Amt für Umwelt, wonach dieser Teil der Stadt als «lufthygienisches Sanierungsgebiet» betrachtet werde.

«Sonderregeln für Coop»

Nicht zuletzt die Ansiedlungspläne der Migros auf dem Sasolim-Areal neben dem «Jumbo», sowie die «Weitblick»-Stadtteilentwicklung verschärften laut Bühlmann die Lage. Dieser moniert in seiner Medienmitteilung nicht zuletzt auch einen privilegierten Umgang, den Coop geniesse: «Ausgerechnet für das neue Einkaufszentrum soll eine Spezialzone geschaffen werden, die keine Grünflächenziffer mehr kennt.»

Ausserdem sei das betreffende Terrain um drei Meter aufgeschüttet worden, was auch die Bauhöhe um selbiges Mass vergrössere, was einem «Etikettenschwindel» gleichkomme. Der Gang durch die Instanzen sei bislang «nicht immer neutral und objektiv» vonstatten gegangen, so Bühlmann weiter.

Für seinen Kampf «um ein lebenswertes Quartier, wo Kinder noch draussen spielen können», der sich auch in hohen Gerichtskosten niederschlägt, geht Bühlmann nun auch auf Spendensuche.

Theo Strausak, Rechtsvertreter seitens der Bauherrin Coop sieht denn auch gerade in der Suche nach Unterstützung den Grund für Bühlmanns Gang an die Öffentlichkeit. «Er vertritt hier seine Parteistandpunkte, mit denen er vor den Planungsbehörden der Stadt, dem Gemeinderat, dem kantonalen Umweltamt und dem Raumplanungsamt, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht klar unterlegen ist», so Strausak. Dem Gang ans Bundesgericht sieht der Rechtsvertreter allerdings «sehr gelassen entgegen.» (ak)