Solothurner Fasnacht

Auch nach dem «I ma nümm» hält Solothurn noch lange durch

Wieder brachte der traditionelle Zapfenstreich die Alt- und Vorstadt von Solothurn zum Beben.

Es war wie jedes Jahr eine fröhlich-traurige Fasnachtsextase, die am Dienstagabend in Form einer langen «I ma nümm»-Karawane durch die Alt- und Vorstadt zog. Traurig, weil der Zapfenstreich jeweils das baldige Fasnachtsende ankündigt. Fröhlich, weil der Anlass doch einen weiteren der 1000 Gründe geliefert hat, närrisch und «ungerobsi« zu feiern. Der hüpfende und zuckende Tatzelwurm startete wie immer auf dem Kronenplatz, angeführt von der fasnachtsaktiven und teils musizierenden Abteilung, gefolgt vom «gemeinen» Narrenvolk, das ebenso Freudensprünge ausführte.

Seismische Brückentests

Über die Hauptgasse, den Stalden und die Wengibrücke, den Dornacherplatz, die Kreuzackerbrücke und zurück zum Ursprungsort brachte die heitere Meute die Stadt zum Zittern. Insbesondere die beiden «bestampften» Brücken wurden ihrem jährlichen seismischen Test ausgesetzt – denn was wäre der Zapfenstreich ohne den spürbar wippenden Untergrund? Das einfachste Lied der Welt indes, nämlich der «I ma nümm»-Gesang, blieb aber bis zum Schluss ein Lippenbekenntnis. Denn Energie hatte die Narrenschar lange noch: Nach vollzogenem Zapfenstreich hallte der gesellige Lärm weiter in den Gassen wider, während die Guggen ebenso lautstark auf den Plätzen der Altstadt zirkulierten.

Zapfenstreich 2015 in Solothurn

Zapfenstreich 2015 in Solothurn

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