Kapuzinerkloster
An der «Authentica» gibts Raritäten für Gaumen und Wohnung

Die «Authentica» lockt mit 60 Ausstellern bis am Sonntagabend ins Solothurner Kapuzinerkloster zum Verweilen und Degustieren.

Katharina Arn-Howald
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Authentica Solothurn 2017 Zum sechsten Mal findet im Kapuzinerkloster Solothurn die Authentica statt.
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Rund 60 Aussteller zeigen Handwerk, Lebensmittelveredelung, Schmuck und Kleider.
Authentica
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Authentica Messe Solothurn 2017
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Authentica Solothurn 2017 Zum sechsten Mal findet im Kapuzinerkloster Solothurn die Authentica statt.

Oliver Menge

Auffahrtsmorgen, 11 Uhr. Vor dem Kapuzinerkloster haben sich lange Menschenschlangen gebildet. Zum sechsten Mal warten hinter den Mauern 60 Aussteller aus schweizerischen Kleinbetrieben auf Besucher. Bewusst haben die Organisatoren der Spezialitätenmesse «Authentica» einen Ort ausgewählt, der mit einer tristen Messehalle nichts zu tun hat.
Gleich hinter der Kasse, im weitläufigen Klostergarten stehen unzählige Töpfchen mit Küchenkräutern, die der wärmenden Frühlingssonne entgegenstreben. «Das letzte Jahr hat es geregnet», sagt der Gärtner. Die Kräuter passen zur gegenüberliegenden Matte Brennerei aus Bern, die sich auf das Brennen von Whisky, Gin und Absinth spezialisiert hat.

Die Palette, die die «Authentica» anzubieten hat, reicht von selbstproduzierten, handwerklichen und kulinarischen Kostbarkeiten, die in keinem Warenhaus und in keinem Supermarkt zu finden sind. Wie jedes Jahr ist die Hälfte der Ausstellenden zum ersten Mal dabei. Wer einmal dazugehört muss nach zwei Jahren eine Pause machen und kann sich danach wieder neu bewerben.

Zu ihnen gehört Gino Carosella von der Olearia, der aus handgepflückten Früchten Olivenöl «extra vergine» anbietet und die Besucher mit Crostinis verwöhnt, bei denen «sie sich nur noch die Tomaten vorstellen müssen». Er ist nicht der einzige, der in den verwinkelten Räumen des Kapuzinerklosters dem Gaumen Gutes tut. Zum Kosten gibt es auch Büffelkäse, Trockenfleisch, Rauchwürste, Saftschinken und vieles mehr.

«Es ist wie Heimkommen»

Eine «Wiedereinsteigerin» ist auch Karin Stettler, die zusammen mit ihrem Partner einen Lebenstraum verwirklicht hat. Ihre zehn Alpakas sorgen für wollig warme Duvets und Kissen, die die beiden mit schweizerischen Kleinbetrieben entwickelt haben. Sie lobt die spezielle Ambiance des Klosters und sagt: «Es ist wie ein Heimkommen. Die Authentica ist mit keiner anderen Messe vergleichbar.»

Die schöne Atmosphäre und die Philosophie, die hinter der Messe steht, hat es auch Marianna Gostner angetan. Vor dem Altar der Klosterkirche, fällt der Blick auf ihre Filzhocker, die wie schön gezeichnete Steine aussehen. Die dafür verwendete Naturwolle wird mechanisch mit Seife gewaschen, damit die natürlichen Eigenschaften der Wolle wie die hohe Selbstreinigungskraft erhalten bleiben. Gefärbt wird mit Pflanzen aus dem eigenen Garten. Die Füllung besteht aus biologischem Hirsespreu.

Ernesto Marty sammelt für seinen Natur-Balsam Arvenharz, Honig, Bienenwachs, Olivenöl und Blumen. «Rosen sind gut zum Loslassen», rät er einer Besucherin. «Ein Haus ohne Bücher ist arm», pflegte einst Hermann Hesse zu sagen. Der Spruch schwebt über dem Tisch von Matthias und Christiane Grimm. Mit traditioneller Handwerkkunst werden in Twann lieb gewonnene Bücher restauriert und repariert und Faltbücher hergestellt. Schmuckstücke für Schätze aller Art sind die Schachteln, Etuis und Hüllen von Yvonne Müller. Liebevoll, einzigartig und lang-lebig, von Hand geschnitten, geklebt, bezogen und verziert sind sie wahre Kunstwerke.

Im Kreuzgang interessiert sich Helene Vuille aus Solothurn für einen Seiden-schal, der gut zu ihrem türkisblauen Outfit passt. «Wir freuen uns jedes Jahr auf die «Authentica,» schwärmt sie. «Alles wird mit so viel Liebe hergestellt» Auch Brigitte Hächler aus Burgdorfschätzt die Liebe zum Handwerk und die gute Qualität der Produkte. «Wir waren letztes Jahr so beeindruckt, dass es uns leicht fiel wiederzukommen.»

Die Messe dauert noch bis Sonntag. Am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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