Solothurner-Beizen
An den Filmtagen sind Innereien im Baseltor der Renner

Promis, Moderatoren und «viele Welsche» sind während der Filmtage Gäste im «Baseltor». Das wirkt sich auch auf die Beliebtheit der Gerichte aus.

Noëlle Karpf
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Filmtage-Beizen: Wir waren zu Besuch im Baseltor.
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Das Tagesmenü Pasta con Spinaci
Die Filmtage hinterlassen ihre Spuren
Hier sind pro Schicht mindestens sieben Personen im Einsatz
Hierhin führt der nächste Besuch in der Beizen–Serie
Im Treppengeschoss anzutreffen
Nach 14 Uhr legt sich der Rummel ein bisschen. Aber nicht für lange...

Filmtage-Beizen: Wir waren zu Besuch im Baseltor.

Noëlle Karpf

Wer dieser Tage im Restaurant Baseltor essen gehen will, kann dies «von zwölf Uhr bis zwölf Uhr», wie Betriebsleiterin Gabi Hladikova sagt. Dass es bis Mitternacht warme Küche gebe, würde sehr geschätzt. Die Chancen darauf stehen jedoch schlecht, wenn man nicht vorher reserviert hat. An diesem Tag ist zwar nicht jeder Tisch im zweistöckigen Restaurant besetzt, dafür sind die meisten leeren Plätze schon vergeben. An diesem Tag gibt es Kürbissuppe oder Salat mit Rindsragout oder Pasta con Spinaci. Um 13 Uhr ist praktisch jeder Stuhl besetzt.

Nach dem Essen verweilt jedoch kaum einer. Filmtageprogramme werden eifrig durchgeblättert, und nach dem Hauptgang gehen die Meisten wieder. «Wir haben vor allem nach den Filmblöcken Stosszeiten», erklärt Küchenchefin Pia Camponovo. Kein Wunder: Konzertsaal und Reithalle liegen nur wenige Gehminuten vom Lokal entfernt.

Um den Ansturm zu bewältigen, sollen pro Schicht eine oder zwei Personen zusätzlich im Einsatz sein. Dieser Tage gibt es laut Hladikova eine «angepasste Filmtagekarte». Damit soll der Küchenbetrieb schneller laufen. «Aufwändige Gerichte liegen momentan einfach nicht drin», sagt die Küchenchefin.

Denn auch die Besucher der Filmtage haben zwischen den Vorstellungen nicht unbeschränkt Zeit für eine Mittagspause. Erst gegen den Abend «pendelt der Betrieb dann langsam aus.» Auffällig sei die Beliebtheit von Lebern und Kutteln, sagen die beiden Frauen. «Auch Ragout ist sehr gefragt», stellt Camponovo fest. «Genau die Sachen, die eigentlich nicht typisch für Solothurner sind», ergänzt Hladikova.

Das läge wohl daran, dass momentan so viele Welsche im «Baseltor» Einzug halten würden. Nebst Besuchern aus der Romandie sollen übrigens sehr viele Promis auftauchen – im Hotel sowie im Restaurant. Die Liste der Stars und Sternchen ist lang: «Jean Ziegler, Ursina Lardi, Ursula Meier– ich könnte noch mehr aufzählen», findet die Küchenchefin lachend.

Zusätzlich befänden sich unter den Gästen Moderatoren und Kameraleute. «Fast alle Hotelgäste essen bei uns», sagt die Betriebsleiterin. Und Stammgäste würden weiterhin im «Baseltor» Halt machen – wenn sie auch an die Filmtage gehen. So ist das «Baseltor» zurzeit «oftmals ausgebucht», sagt Hladikova. Zum Glück haben wir frühzeitig einen Tisch reserviert und können das Menü in aller Ruhe geniessen.

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