Passwanglauf
Prominenter Sieg und lokaler Podestplatz am Passwanglauf

Gerd Frick und Monika Fürholz heissen die Sieger des Passwanglauf. Als Dritte und somit beste Solothurnerin in Abwesenheit der verletzten Europameisterin Martina Strähl zeigte auch die Laupersdörferin Petra Eggenschwiler am Mümliswiler Hausberg eine starke Leistung.

Manfred Dysli
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Tagessiegerin Monika Fürholz kann nun auf die EM-Selektion hoffen. OT

Tagessiegerin Monika Fürholz kann nun auf die EM-Selektion hoffen. OT

Im Schweizer Selektionsrennen für die Berglauf-Europameisterschaft vom 8. Juli in der Türkei setzte sich Gerd Frick gegen den amtierenden Schweizer Meister am Berg, Christian Mathys, und OL-Staffel Europameister Matthias Kyburz durch. Der 38-jährige Frick, der in Davos Platz lebt und 2010 mit dem italienischen Team an der Berglauf WM in Slowenien die Bronzemedaille gewann, schloss erst nach zwei Kilometer zu den beiden Schweizer Spitzenläufer Christian Mathys und Matthias Kyburz auf, und bestimmte dann ab Kilometer 3 das Tempo an der Spitze. «Weil es ziemlich warm war, hielt ich mich am Anfang etwas zurück. Der Passwanglauf, bei dem ich zum ersten Mal gestartet bin, ist ein schöner Lauf mit einer guten Streckenführung», sagte Gerd Frick nach seinem ersten Sieg an einem Rennen der Jura-Top-Tour. Für den Südtiroler war der Sieg am Passwanglauf übrigens der sechste Saisonsieg. «Der dritte seit Dienstag, als ich am Davoserseelauf den Schweizer Skilanglauf-Olympiasieger Dario Cologna um 14 Sekunden geschlagen habe. Und am Freitag habe ich noch den Emser Stadtlauf im Vorarlberg gewonnen», ergänzte Frick, der in diesem Sommer vor allem den Zermatt Marathon im Fokus hat, den er 2008 schon einmal gewonnen hat.

Im Gegensatz zu Tagessieger Frick sprach der zweitklassierte Schweizer Meister Christian Mathys von einem extrem harten Lauf. «Hier überraschte mich vor allem der neue und steile Zielhang. Für so steile Passagen bei diesem heissen Wetter habe ich noch zu wenig trainiert», gab Mathys, der jetzt mit einer Selektion für die Berglauf-EM rechnen kann, zu. Der definitive Bescheid von Swiss Athletics dürfte am 5. Juni fallen.

Der ehemalige U17-Fussball-Weltmeister Janick Kamber vom Super-League-Team Lausanne Sports nahm zum ersten Mal am Passwanglauf teil und landete auf dem 101. Platz. «Als Mümliswiler wollte ich schon lange am Passwanglauf teilnehmen», sagt Kamber. «In den letzten Jahren war dies aber nie möglich, weil die Fussballmeisterschaft noch lief.»

An seinem 66. Geburtstag wurde der Ramiswiler Beat Eggenschwiler bei den M65 Zweiter. «Es freut mich natürlich, dass OK-Präsident Ruedi Boner an mich gedacht hat und mir die Startnummer 66 übergab», so Eggenschwiler. Im Rennen selber machte Boner allerdings keine Geschenke mehr und war als Elfter bei den Männer 55 zwei Minuten früher als Jubilar Eggenschwiler im Ziel.

Favoritin gab das Rennen auf

Bei den Frauen gab die Favoritin Bernadette Meier das Rennen nach der Hälfte auf. Der Weg zum Sieg war frei für die letztjährige SM-Zweite am Belchen-Berglauf , Monika Fürholz.

Die Ärztin der Berner Hirslanden Klinik gewann schliesslich den Passwang Berglauf bei ihrer erstn Teilnahme souverän vor der Waadtländer Ski-Alpinistin Maude Mathys sowie vor der Laupersdörferin Petra Eggenschwiler. «Am Anfang hatte ich recht Mühe. Doch dann fand ich schon bald meinen Rhythmus und konnte nach der Rennhälfte die Spitze übernehmen», sagte Tagessiegerin Monika Fürholz. «Wenn ich für die EM in der Türkei selektioniert werde, so bereite ich mich auch darauf vor. Schauen wir, ob es klappt.»

Als Dritte und somit beste Solothurnerin in Abwesenheit der verletzten Europameisterin Martina Strähl zeigte auch die Laupersdörferin Petra Eggenschwiler am Mümliswiler Hausberg eine starke Leistung. «Gegenüber dem Vorjahr konnte ich mich um über 4 Minuten steigern. Ich glaube, das war mein bisher bestes Rennen», freut sich die junge Thalerin, die bereits morgen beim Gempen-Berglauf in Dornach, dem fünften Wertungslauf in der Jura- Top-Tour, wieder antreten wird.

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