Stöpsel gezogen

Versöhnliches Saisonende: Am letzten Tag hat Oltner Badi noch die 100'000er-Marke geknackt

Die Badisaison in Olten ist seit Mittwoch zu Ende – eine Verlängerung ist trotz schönem Spätsommer aus mehreren Gründen nicht möglich.

Knackt die Badi Olten die 100'000er-Marke noch? In normalen Saisons ist das keine grosse Hürde. Die Badi Olten verzeichnet jährlich durchschnittlich 150'000 bis 160'000 Besucherinnen und Besucher. In diesem Corona-Sommer jedoch, weil die Badi erst seit Anfang Juni geöffnet hatte – und dies bis Ende Juni sogar nur auf 1000 Personen beschränkt –, war nur schon diese Marke eine Knacknuss.

Ende August zeigte sich Chefbadmeister Thomas Müller noch zuversichtlich, dass diese Marke bei ein paar schönen Tagen bis Ende Saison geknackt würde. Tatsächlich hat es am letzten Tag gerade noch so gereicht: Am Mittwochmorgen verzeichnete die Badi den 100'000. Eintritt. Chefbadmeister Müller zeigte sich sehr zufrieden: «Das ist ein gutes Ergebnis in dieser Saison mit Berg- und Talfahrten.»

«Irgendwelche Schäden sind dann vorprogrammiert»

Die Badi wegen der warmen Spätsommertage ein paar Tage länger offen zu lassen, wie dies etwa die Verantwortlichen in Egerkingen entschieden haben und auch in der Oltner Facebook-Gruppe gefordert wurde, ist gemäss Müller nicht möglich: Seine Leute stehen ihm nur bis Ende September zur Verfügung, bevor sie in der Eishalle, im Werkhof oder im Hallenbad weiterbeschäftigt werden.

Bis dann muss die Anlage winterfest gemacht werden. Das heisst, es werden die Betonbassins entleert – beim Edelstahlbecken bleibt das Wasser über den Winter drin – , die Leitungen belüftet oder Maschinen demontiert. Hätte die Badi ein paar Tage länger geöffnet, wäre das zeitlich nicht mehr machbar. «Irgendwelche Schäden sind dann vorprogrammiert», sagt Müller.

Nach der vorübergehenden Schliessung Ende August, als die Badi wegen zwei Corona-Verdachtsfällen vier Tage zu war, war Müller froh, dass die Badi überhaupt wieder öffnen konnte. Es drohte nämlich der frühzeitige Saisonschluss, wenn eine der beiden Personen positiv auf das Virus getestet worden wäre. Unruhe im Team habe dieser Vorfall aber nicht ausgelöst, wie Müller versichert. Nur bei einigen Besuchern habe die vorübergehende Schliessung zu Unmut geführt. Müller hält dazu fest: «Wir machten lieber ein paar Tage zu, als dass sich Leute noch angesteckt hätten.»

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