Olten
Unterstützungsgeld fliesst neu direkt an Eltern

Ab 2018 ist die Kinderbetreuungs-Finanzierung neu geregelt. Die Unterstützungsgelder gehen nicht mehr an die Kinderkrippen, sondern direkt an die Eltern.

Yann Schlegel
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Hansruedi Aeschbacher

Das Parlament entspricht dem Antrag des Stadtrats: Ab Anfang 2018 ist die Finanzierung der Kinderbetreuung neu geregelt. Anstelle der Kinderkrippen (Objektfinanzierung) erreichen die Unterstützungsgelder mittels Betreuungsgutscheinen direkt die Eltern (Subjektfinanzierung). Ende 2017 geht ein zweijähriges Pilotprojekt zu Ende, welches das Parlament am Donnerstag unisono als geglückt befand.

Für die Gemeinde Olten bleibt der finanzielle Aufwand im selben Rahmen wie im alten System. Als vorteilhaft gilt die Subjektfinanzierung, weil nun die budgetierten 630 000 Franken ausschliesslich an Oltner Familien ausgerichtet werden. Auswärtige erhalten keine Subventionen mehr.

An der Parlamentssitzung sorgte vordergründig ein Antrag der Geschäftsprüfungskommission (GPK) für Gesprächsstoff. Er verlangte eine Rückkehr zu jenen Tarifen, die vor dem Pilotversuch galten. Damals kamen Familien bis zu einem Nettoeinkommen von 160 000 Franken zum Handkuss. Christoph Fink (CVP) begründete den Antrag damit, dass der Kredit zurzeit nicht ausgeschöpft werde. «Es ist auch eine Gelegenheit, dem Mittelstand etwas zurückzugeben», sagte Fink. «Die finanziellen Auswirkungen sind ungeklärt», befürchtete Christian Werner (SVP).

Und: «Das Budget von 630 000 Franken könnte überschritten werden.» Sowohl Daniel Probst (FDP) wie auch Michael Neuenschwander (Grüne) entgegneten, die Beiträge könnten neu errechnet werden, sofern sich eine Ausreizung des Budgets abzeichne. Die grosse Mehrheit des Parlaments folgte dem Vorschlag der GPK.

Familien können sich unter www.tagesstrukturen.olten.ch über die neuen Bedingungen informieren.

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