Grosseinsatz

Überfall auf Geldtransporter der Post in Olten – Täter flüchteten ohne Beute in gelbem Seat

Olten (SO): Zwei Maskierte überfallen Geldtransport - Täter auf der Flucht

Olten (SO): Zwei Maskierte überfallen Geldtransport - Täter auf der Flucht

Zum Überfall kam es laut Kantonspolizei Solothurn am Freitagmorgen kurz vor 10 Uhr. Zwei maskierte Männer hätten vom Chauffeur in gebrochenem Deutsch Geld gefordert. Die Täter sind in einem gelben Seat Leon geflüchtet, die Polizei leitete umgehend eine Grossfahndung ein.

Am Freitagmorgen haben Unbekannte in Olten einen Geldtransporter überfallen. Die Fahndung läuft. Dabei wird die Kantonspolizei Solothurn auch von den Aargauer Kollegen unterstützt. Die Umstände des Überfalls sind noch unklar.

Die Meldung zum Überfall auf einen Geldtransporter – ein Fahrzeug der Post – ging kurz vor 10 Uhr auf der Alarmzentrale ein. Die Unbekannten bedrohten den Chauffeur mit einer Waffe und forderten Geld. Ohne Erfolg. Die maskierten Männer flüchteten ohne Beute in einem gelben Seat, teilt die Kantonspolizei Solothurn am Nachmittag mit. Der Chauffeur blieb unverletzt. 

Da sich seit ungefähr einer Woche eine Baustelle an der Unteren Jurastrasse befindet, wurde der Fluchtweg einseitig beschränkt. Es blieb den beiden Männern nur der Weg Richtung Baselstrasse. 

Zum Überfall kam es in einem Innenbereich eines Bürogebäudes vis à vis vom Jurahof an der Jurstrasse. Dabei handelt es sich um den Zufahrtsweg zum Gebäude der Postfinance, welches sich an der Frohburgstrasse befindet. Die Polizei sicherte dort Spuren.

Mit Hut und Gesichtsmaske

Dank Augenzeugen gibt es Angaben zu den Tätern. Diese sind zwischen 35 und 40 Jahren alt, zirka 175-180 cm gross und von fester Statur. Die beiden trugen laut Polizei graue Hosen, einen hellgrauen Pullover, einen grossen dunklen Hut und eine Hygienemaske. Beide Männer waren bewaffnet und sprachen gebrochen Hochdeutsch.

Die Polizei bittet Personen, die Angaben zu den gesuchten Tätern oder dem gelben Seat machen können, oder denen in der Region Jura-/Baslerstrasse etwas Verdächtiges aufgefallen ist, sich bei der Kantonspolizei Solothurn in Olten zu melden.

Schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz

Die unverzüglich eingeleitete Grossfahndung, unter Mithilfe von mehreren Patrouillen der Kantonspolizei Aargau, Bern, Basellandschaft, der Transportpolizei, dem Grenzwachtkorps (GWK) und dem Bundesamt für Polizei fedpol, blieb bisher ohne Erfolg.

Die Polizei war am Vormittag an mehreren Orten im Raum Olten präsent – mit Patrouillenfahrzeuge und zivilen Fahrzeugen. Unser Fotograf konnte am Vormittag auf dem Weg zu einem Auftrag gleich mehrere Polizeiautos beim Polizeiposten bei der USEGO, beim Sälikreisel und auch beim Bahnhof beobachten. «Die Polizisten hatten schusssichere Westen und Helme an und waren mit Maschinengewehren bewaffnet», berichtet Bruno Kissling. 

Bei der Winznauer Brücke kontrollierten am Vormittag zwei Polizisten die vorbeifahrenden Autos. Solothurner Nummern schienen sie nicht zu interessieren. Unser Fotoreporter wurde jeweils rasch durchgewunken.

Dennoch kam es zu Verkehrsbehinderungen. Die Fahndung hatte auch im Nachbarkanton Aargau Auswirkungen auf den Verkehr. In Aarburg Richtung Rothrist kam es zu Stau, wie Bilder von Leserreportern zeigen.

Am Mittag hat die Polizei dann aufgehört, jedes einzelne Fahrzeug zu kontrollieren. (ldu)

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