Wie der Blick berichtet, wurde Andres Z. am Dienstagnachmittag gegen 16.15 Uhr aus dem Untersuchungsgefängnis Olten entlassen. Von Bekannten wurde der 66-Jährige samt Hab und Gut abgeholt.

Den Entscheid der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB, den St.-Ursen-Brandstifter fürsorgerisch unterzubringen, hatte sein Anwalt vor das Solothurner Verwaltungsgericht gebracht. Dieses entschied nun, dass Z. freigelassen werden muss. Die Voraussetzungen für eine Anordnung der Fürsorgerischen Unterbringung seien nicht erfüllt, heisst es im Urteil des Verwaltungsgerichts.

Im Vordergrund stünden bei der Fürsorgerischen Unterbringung der Fürsorgegedanke und der Schutz einer Person vor sich selbst. Durch diesen Fokus grenze sich das Erwachsenenschutzrecht vom Strafrecht ab. Die Fürsorgerische Unterbringung sei nicht das richtige Mittel, um die Öffentlichkeit zu schützen. Es sei jedoch unbestritten, dass beim Mann eine psychische Störung vorliege.

17.8.2016: Andres Z. bleibt in Haft

Das Obergericht entschied, dass der St.-Ursen-Brandstifter aus dem Gefängnis entlassen wird. Dies klappte in letzter Minute dann doch nicht.

Wie Radio 32 berichtet, wird die KESB den Entscheid des Verwaltungsgerichts nicht anfechten. Andres Z. hatte vor einer Woche seine Zelle im Untersuchungsgefängnis mittels eines Wasserkochers angezündet. (coh/sda)