Olten
Olten jetzt! startet Volksinitiative: Aare soll im Stadtgebiet attraktiver werden

Olten jetzt! lanciert eine Volksinitiative, damit mehr Ein- und Ausstiegsstellen für Schwimmerinnen und Schwimmer geschaffen werden.

Fabian Muster
Drucken
Teilen
Die Aare soll im Stadtgebiet für Schwimmende besser zugänglich werden.

Die Aare soll im Stadtgebiet für Schwimmende besser zugänglich werden.

Bild: Remo Fröhlicher/Archiv

Pünktlich zum Auftakt des Wahlkampfs für die Erneuerungswahlen ins Gemeindeparlament lanciert Olten jetzt! eine Volksinitiative: Die noch junge Partei will die Aare im Stadtgebiet als Schwimmfluss aufwerten und den Stadtrat beauftragen, neue Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten sowie Frischwasserduschen ausserhalb der Badi zu schaffen. Der Fokus liege auf dem rund drei Kilometern langen Gebiet zwischen Chessiloch und dem Ende des Uferwegs Richtung Winznau.

Auch eine Ausweitung auf das Gemeindegebiet von Trimbach bis zur Rankwog könne man sich vorstellen. Im Abstand von 200 bis 400 Metern sollen bestehende Ein- und Ausstiegsstellen für Schwimmende sowie für Leute mit Gummibooten oder anderen Schwimmgeräten ausgebaut oder neue angelegt werden, heisst es im Initiativtext, welcher dieser Zeitung exklusiv vorliegt.

Auch Sicherheit soll erhöht werden

In einer Karte auf der Website der Partei www.oltenjetzt.ch sind mögliche Ein- und Ausstiegsstellen eingezeichnet. Begleitend sollen auch Massnahmen, um die Sicherheit des Flussschwimmens zu erhöhen, umgesetzt werden. Die Partei denkt dabei etwa an Informationstafeln mit Angaben zur aktuellen Wassertemperatur und zur Abflussmenge. Zudem sollen Massnahmen getroffen werden, um das Littering einzudämmen.

Die Kosten hat die Partei nicht berechnet. Man hatte aber Kontakt mit Fachleuten, sagt Tobias Oetiker vom Initiativkomitee . Der Tenor sei, dass es einen sehr grossen Spielraum gebe, wie eine solche Ein- und Ausstiegsstelle aussehen könnte. Oetiker spricht von mindestens 1000 Franken, könnte aber bis 20'000 Franken pro Einstiegsstelle betragen – je nach Ausgestaltung.

Auch eine touristische Attraktion

Als Begründung fügt Olten jetzt! an, dass die Aare in Olten «zunehmend als Schwimmfluss genutzt wird». Zwar anerkennt man, dass die Stadt mit der derzeit ausgeführten Attraktivierung des Aareufers vorwärts macht – etwa beim Pontonierhaus oder beim Ländiweg. Die Partei schreibt aber:

«Was bisher wenig Beachtung fand, sind die Bedürfnisse und Chancen, die sich aus der Freizeitnutzung der Aare ergeben.»

Nicht zuletzt ist die Aare «eine zusätzliche touristische Attraktion der Stadt». Die Studierenden könnten so nach den Vorlesungen anstatt auf den Zug in die Aare springen, heisst es am Schluss des Initiativtextes.

Bis Mitte Mai haben die Initianten nach der amtlichen Publikation im «Oltner Stadtanzeiger» vom Donnerstag Zeit, die benötigten 500 Unterschriften zu sammeln. Wegen der Coronapandemie setzen sie vor allem auf 8000 Flyer, die demnächst in die Oltner Haushaltungen verteilt werden.

Aktuelle Nachrichten