Niederamt

Wieder auswärts essen: Mit dieser Einstellung blicken Niederämter Wirte auf die nächsten Wochen

Lukas Fritschi und Monika Lustenberger freuen sich auf die ersten Gäste im Hotel Storchen.

Lukas Fritschi und Monika Lustenberger freuen sich auf die ersten Gäste im Hotel Storchen.

Licht am Ende des Tunnels: Die Niederämter Gaststätten dürfen ab heute wieder öffnen – unter Auflagen.

Das Landhotel Hirschen in Erlinsbach und das Hotel Storchen in Schönenwerd haben schwierige Wochen hinter sich. Beide versuchten, mit kreativen Angeboten und pragmatischen Lösungen der Krise zu trotzen. Lukas Fritschi, Direktor des Hotels Storchen, sagt auf Anfrage: «Unser Angebot, Leuten einen ruhigen «Working-Space» zu bieten, wurde nur vereinzelt genutzt, die Nachfrage war gering.» Doch seit letzter Woche sei wieder Bewegung zu spüren. Die Reisetätigkeit der Leute nimmt zu, Buchungen werden wieder mehr. «Wir hatten diese Woche sogar die ersten Gäste aus Deutschland bei uns», so Fritschi.

Für beide Seiten gibt es am Anfang Unsicherheiten

Es sei wichtig für das Haus, dass es nun wieder losgehen kann. Am Montag öffnet auch das Restaurant wieder. Die Besitzer Peter und Monika Lustenberger sowie Fritschi blicken dem Neustart optimistisch entgegen: «Das ganze Team freut sich auf die Öffnung. Dabei sind wir auch auf unsere Gäste angewiesen». Der lang ersehnte Ausgang soll zum Erlebnis werden. Momentan arbeite man am Schutzkonzept, nach den Vorschriften des BAG. Fritschi hofft auf einen erfolgreichen Start: «Wir wollen möglichst viele Mitarbeitende aus der Kurzarbeit befreien und sie so schnell wie möglich wieder in den betrieblichen Alltag mit einbeziehen.»

Ähnlich geht es auch Albi und Silvana von Felten vom Hotel Hirschen. «Es wird eine sanfte Phase der Öffnung sein», sagt Albi von Felten. Neben den privaten Gästen sind nämlich auch alle Bankette und Seminare ausgefallen. Darum können die Mitarbeitenden nicht sofort wieder voll beschäftigt werden. «Während die Angestellten aus Küche und Service zu Beginn etwa 80 Prozent arbeiten können, werden es beim Hotel-Personal vorerst etwa 60 Prozent sein.»

Für Eltern Tapetenwechsel, Cocktails für die Kinder

Auch im Hotel Hirschen freuen sich die Angestellten auf den Neubeginn. Es sei wichtig für die Branche und das Gewerbe aus der Region, dass sich die Gäste auf einen Besuch einlassen. Die Anzahl Plätze sei mit 76 um etwa 25 Prozent geringer als sonst. Doch diese gilt es auszulasten.

«Für den Hotelbetrieb lancierten wir vor zwei Wochen das Angebot «Tapetenwechsel», dieses Angebot behalten wir vorerst bei», so von Felten. Hinzu kommen Pläne für den Sommer. Das Angebot wurde auch hier angepasst. Der Betrieb verzichtet auf geplante Ferien. So können Besucher den Garten geniessen, für Hotelgäste stehen E-Bikes zur Verfügung, und auch für Familien mit Kindern gibt es Angebote wie Brot backen oder gemeinsam Cocktails herstellen. Von Felten wünscht sich, dass auch Unternehmen wieder Geschäftsessen abhalten. Für den Betrieb sind sie wichtig, genauso wie Familienfeste oder kleinere Feiern. Wann solche wieder stattfinden, ist noch ungewiss.

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