Lostorf
«Was hat uns letztes Jahr bewegt, was können wir 2018 erwarten?»

Der Lostorfer Gemeindepräsident Thomas Müller informierte am Neujahrsapéro über die wichtigsten Projekte im Dorf.

Raphaela Glättli-Gysi
Drucken
Teilen

Raphaela Glättli-Gysi

Nach der musikalischen Einstimmung durch die Musikgesellschaft Lostorf, begrüsste Gemeindepräsident Thomas Müller die rund hundert Lostorfer und Lostorferinnen am ersten Sonntag des Jahres in der Dreirosenhalle. Ganz besonders hiess er die Neuzuzüger willkommen. Es sei ein schöner Brauch, gemeinsam auf das neue Jahr anzustossen und so Kontakte zu knüpfen. Auch den Obernarr Tom I. und eine Delegation des Fuko waren unter den Gästen.

Hauptstrasse Nord kommt voran

«Was hat uns im letzten Jahr bewegt, was können wir 2018 erwarten?», fragte der Gemeindepräsident. Der Gemeinde gehe es grundsätzlich gut, noch in diesem oder spätestens im nächsten Jahr werde die Einwohnerzahl die 4000 übersteigen. Müller berichtete über die personellen Wechsel im Gemeinderat sowie über die wichtigsten Projekte innerhalb der einzelnen Ressorts.

Das Grossprojekt «Hauptstrasse Nord» sei im letzten Jahr vorangetrieben worden. Die Planerarbeiten seien vergeben. Die Detailplanung und -berechnung seien beendet, in diesem Jahr gehe es um den politischen Prozess bis zur Abstimmung durch den Souverän. Auch die Diskussion über die Mahrenstrasse sei nächstens Thema im Ressort Bau. Saniert werden müsse die Strasse aber auf jeden Fall.

Steuererhöhung unausweichlich

Zum Ressort Finanzen erklärte Müller, dass es immer schwieriger werde, ein ausgeglichenes Budget zu präsentieren. Es sei wichtig, sparsam mit den Finanzen umzugehen und man werde auch zukünftig Ausgaben hinterfragen, ohne aber – und darauf lege er als Gemeindepräsident und Einwohner von Lostorf Wert – die Infrastruktur zu vernachlässigen. Trotzdem werde man angesichts der geplanten Investitionen und der ansteigenden, nicht beeinflussbaren Ausgaben, um eine Steuererhöhung nicht herumkommen, sowie sie in Nachbargemeinden schon vorgenommen wurde.

Schulleiter geht in Pension

Mit Stolz konnte der Gemeindepräsident über das sehr gute Abschliessen der Primarschule in der externen Schulevaluation berichten. An der Qualität der Primarschule werde auch weiterhin gearbeitet, etwa sei ein neues Beschwerdemanagement sowie ein Leitfaden für den Umgang mit Qualitätsdefiziten bei Lehrpersonen im Gemeinderat verabschiedet worden.

Auf einen Neubau eines Schulhauses werde verzichtet, stattdessen werde die Nutzung der bestehenden Räumlichkeiten optimiert. In diesem Jahr soll die Projektplanung abgeschlossen werden. Die Primarschule sei in den letzten Jahrzehnten stark durch Schulleiter Hans Schönbucher geprägt worden. Dieser gehe Ende Schuljahr in Pension, die Suche nach einer geeigneten Nachfolge habe schon längst begonnen. Noch in diesem Monat werde der Gemeinderat den Nachfolger wählen.

Entspannung im Asylbereich

Im Ressort Soziales werde man sich im neuen Jahr besonders mit der älteren Generation auseinandersetzen. Die Spitex werde in organisatorischer sowie auch in finanzieller Hinsicht überprüft werden müssen, ein neuer Leistungsauftrag müsse erstellt und die Restkostenfinanzierung neu geregelt werden. Im Asylbereich habe sich die Situation erheblich beruhigt. Die Liegenschaft am Schulweg 1, welche bisher als Asylunterkunft gedient habe, werde in diesem Jahr abgerissen.

Im Ressort Verkehr und Umwelt habe man sich im vergangenen Jahr mit dem Busangebot beschäftigt. Geplant sei, dass im nächsten Jahr der Viertelstundentakt nach Olten eingeführt werde und auch Mahren via Rohr am öV angeschlossen werde.

Werkgebäude muss warten

Zu guter Letzt berichtete Thomas Müller über das geplante neue Werkgebäude. Da nicht alle Bauprojekte gleichzeitig realisiert werden könnten, sei das neue Werkgebäude etwas zurückgestellt worden. Die Planung soll aber 2019 abgeschlossen werden und dem Volk 2020 zur Abstimmung vorgelegt werden.

Froh sei er darüber, dass die Legislaturziele im Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurden. Zum Schluss bedankte sich der Gemeindepräsident bei der Kultur- und Sportkommission, dem Schulhausabwart und den Landfrauen für Organisation und Unterstützung, sowie der Musikgesellschaft für die musikalische Umrahmung. Letztere leitete dann mit temperamentvollen, allseits bekannten Melodien zum Apéro über.

Aktuelle Nachrichten