Obergösgen
Viele offene Fragen zur Steinengasse-Überbauung

Die CVP lud zu einer Informationsveranstaltung über das Bauprojekt Steinengasse in Obergösgen. Bauleiter Remo Meier stellte sich den Fragen der 40 interessierten Personen.

Melina Aletti
Drucken
Teilen

zvg

Die Bebauung des Steinengasse-Areals in Obergösgen rückt in absehbare Nähe. Nachdem alle Einsprachen abgelehnt worden sind und das Baugesuch ab dieser Woche aufliegt, ist der Baubeginn im Sommer geplant. Auch zwei Jahre nachdem das Projekt vorgestellt wurde, gibt es noch offene Fragen.

Um diese zu klären und über den aktuellen Stand zu informieren, lud die CVP Ortspartei unter der Leitung von Gemeinderat Peter Kyburz zu einer Informationsveranstaltung. Am Montag versammelten sich rund 40 interessierte Personen in der Unterkirche, um den Ausführungen von Remo Meier zu folgen. Der gebürtige Obergösger übernimmt für die Hälfte der geplanten Gebäude die Bauleitung. Deshalb weiss er zu fast jeder Frage, die das Projekt betrifft, eine Antwort.

Zum Thema Erschliessung des Areals gab es beispielsweise einige Fragen. Wo wird der Schulweg der Kinder aus dem angrenzenden Quartier während der Bauphase durchführen? Meier führte aus, dass ein Trottoir errichtet werde und falls nötig ein zusätzlicher Fussgängerstreifen, um den Weg sicher zu machen.

Ein anderer Zuhörer wollte wissen, über welche Strasse der Baustellenverkehr geführt werde. Meier erklärte, dass die Handwerker angewiesen würden, die Baustelle über die Lostorferstrasse anzufahren und nicht durch das angrenzende Wohnquartier. Peter Kyburz meinte dazu: «Falls nötig werden wir Kontrollen im Quartier veranlassen. So können wir sicherstellen, dass keine Anwohner beeinträchtigt werden.»

Das Verkehrskonzept für die fertige Überbauung ist ebenfalls darauf ausgelegt, die Nachbarn nicht zusätzlich zu belasten und wurde bereits anhand von Vorschlägen aus der Bevölkerung angepasst.

Keine Zürcher Preise

Das Interesse an der Überbauung ist gross. Mit ihrem Mix aus Pflegeeinrichtung, Eigentums- und Mietwohnungen bietet sie «unkomplizierte Lösungsansätze» für das steigende Durchschnittsalter in der Bevölkerung. Kyburz meinte im Anschluss an die Veranstaltung: «Es gibt im Dorf einige Personen, die momentan alleine in Einfamilienhäusern wohnen und die an Wohnungen in dieser Überbauung interessiert sind.» So gäbe es auch wieder mehr Platz für Familien im Dorf.

Eine Zuhörerin wollte wissen, wie teuer die Wohnungen sein werden. Remo Meier musste sie vorerst vertrösten, die Preise würden erst gegen Sommer bekannt gegeben. Kurzes Gemurmel im Publikum und schnell kam die Frage auf, ob sich Obergösger überhaupt solche Wohnungen leisten können.

Kyburz meinte darauf: «Der Gemeinderat durfte eine ähnlich Siedlung in Rümlang besichtigen und hat die Thematik angesprochen.» Die Oase Holding, die zuständig ist für den Pflegebereich und das betreute Wohnen, sei sich bewusst, dass sie in Obergösgen nicht die gleichen Preise verlangen könne wie im Grossraum Zürich.

Aktuelle Nachrichten