Sie bietet Platz für bis zu 2000 Zuschauer, sie wird zur Stätte für Volleyballspiele, Trainingsbetrieb, Messen und Anlässe aller Art, und sie geht am 1. Januar 2018 in Betrieb: Für die Sport- und Eventhalle Mittelland hat die neunmonatige Bauzeit begonnen.

Vor rund 100 Gästen aus den Welten von Sport, Wirtschaft und Politik fand am Dienstag auf dem Sportplatz Feld der Spatenstich statt. Dabei lüftete Urs Fäs, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin BaS Immobilien AG, das Geheimnis um den Hauptsponsor: Die Betoncoupe AG, eine in Schönenwerd ansässige Gesellschaft der Marco Dätwyler Gruppe, unterschrieb ebenfalls gestern den 10-jährigen Sponsorvertrag und verleiht damit der neuen Halle den Namen: Betoncoupe Arena.

In 5 Jahren von der Vision zum Bau

Mit der Betoncoupe Arena verwirklicht sich für den Nationalliga-A-Verein Volley Schönenwerd der Traum vom eigenen Stadion. «In fünf Jahren hat es unser Projekt von der Vision zum Baustart geschafft», strahlte Urs Fäs, der zu den Gründern, der aus dem Umfeld von Volley Schönenwerd entstandenen BaS Immobilien AG, zählt. Ein weiter Weg mit vielen Unsicherheiten, namentlich auch finanzieller Art, war zurückzulegen. Meilensteine waren 2014 die Zusage von Swiss Volley, dass Schönenwerd das nationale Leistungszentrum des Volleyballsports werden soll, dann die Unterstützung durch das Bundesamt für Sport, 2016 der Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Schönenwerd und die Zusicherung eines Beitrags von 717'000 Franken aus dem kantonalen Sportfonds durch den Solothurner Regierungsrat.

Wichtigster, aber keineswegs ausschliesslicher Nutzer der Halle wird Swiss Volley, der schweizerische Volleyballverband, sein. Verbandspräsidentin Nora Willi sprach von einem einzigartigen Projekt: «Schönenwerd ist der erste Klub, der eine eigene Halle baut», hielt sie fest. «Wir freuen uns darauf, die Nationalmannschaft in dieser Halle spielen zu sehen.»

Swiss Volley wird die Betoncoupe Arena für Trainings- und Wettkämpfe im Nachwuchs- und Spitzensport nutzen. Die flexibel nutzbare Dreifachhalle wird auch für Länderspiele zertifiziert sein.

Eigeninitiative der Volleyballer

Als einzigartig und nachahmenswert hob Regierungsrätin Esther Gassler am Spatenstich hervor, dass die Initiative für den Bau von den Volleyballern ausgegangen war: «Sie haben nicht einfach der Gemeinde gesagt: Bitte stellt etwas auf.» Für sie sei es eine Erleichterung, dass die Halle jetzt gebaut werde. Denn als Gemeindepräsidentin von Schönenwerd (1997-2005) habe sie den Wunsch nach einer Mehrzweckhalle aus finanziellen und anderen Gründen zurückweisen müssen. «Das war nicht sehr fein, aber jetzt bin ich von meinem schlechten Gewissen erlöst.» Auch «Solothurn» sei stolz auf das Hallenprojekt in Schönenwerd: Um den grösstmöglichen Beitrag aus dem Sportfonds sprechen zu können, habe der Regierungsrat eigens dessen Reglement angepasst.

Der heutige Gemeindepräsident Peter Hodel erwartet, dass die Halle für Gemeinde, Region, Kanton und auch national ein Leuchtturm sein wird. «Dass jetzt die ganze Schweiz nach Schönenwerd blickt, wenn es um Volleyball geht, fliesst uns wie Honig den Hals hinunter.»

Architekt Daniel John (Frick) war als Volleyball-Gegner der Schönenwerder schon früh zum Projektteam gestossen. «Die Halle sollte länger, breiter und höher sein als eine normale Sporthalle, aber nur halb so viel kosten», umschrieb John die Herausforderung. Mit Krafträumen, Mehrzweckräumen, VIP-Lounge und Cafeteria wird die Betoncoupe Arena vielseitig nutzbar sein. Sie erhält 100 neue Parkplätze, zusätzlich kann sie ausserhalb der Sommer-Badesaison die Parkplätze des Freibades Schönenwerd nutzen.

Laut Daniel John starten die Bauarbeiten nächsten oder übernächsten Montag und dauern bis im Spätherbst. Im November/Dezember soll der Finish folgen, am 1. Januar 2018 wird der ordentliche Betrieb der Halle aufgenommen.