Schönenwerd
Umgeplant und verschoben: Ballyana blickt auf ein turbulentes Jahr zurück

Die Stiftung Sammlung Industriekultur «Ballyana» musste in den vergangenen Monaten «dickes Leder» beweisen.

Cyrill Pürro
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Bis November ist die «Bally Monsieur» zugänglich (Archiv).

Bis November ist die «Bally Monsieur» zugänglich (Archiv).

Bruno Kissling

Bei der Ballyana war in der Corona-Zeit Flexibilität angesagt: Hin und wieder musste die Ballyana einen Anlass verschieben oder ihn ganz absagen. Mal musste sie ihre Türen schliessen, dann durfte sie wieder Besuchende empfangen. Das ganze Jahr 2020 war für die Stiftung «anstrengend» und «unerfreulich», wie aus dem neusten Tätigkeitsbericht der Ballyana hervorgeht. Einige Anlässe konnten aber trotzdem in eingeschränktem Rahmen durchgeführt werden.

Kurz vor dem ersten Lockdown, am 12. März 2020, hielt Roman Wild den Vortrag «Bally bietet mehr», in dem er die Marketing- und Verkaufsstrategie der Bally Schuhfabriken in den 1930er- Jahren vorstellte. Weiter ging er darauf ein, dass er selbst dem Herrenschuh in der Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, aber die Ausstellung «Bally Monsieur» habe seine Forschungslücke geschlossen.

Nebst Referaten kamen die Besuchenden auch in den Genuss von einem Schuhpflegekurs. Dieser fand zwei mal im Rahmen der Sonderausstellung «Bally Monsieur» statt und wurde vom Berner Schuhpfleger Claudio Bühlmann durchgeführt.

«Hier war der Ballyana-Besucher für einmal nicht nur Konsument einer Darbietung, sondern selbst aktiv»,

beschreibt die Stiftung den Anlass.

Sonderausstellung verlängert

Die Sonderausstellung «Bally Monsieur» läuft nun seit Ende 2019 und wäre zur Coronazeit die Hauptattraktion der Ausstellung gewesen. Da «Bally Monsieur» wenig besucht werden konnte, wird sie nun bis zum 19. November 2021 verlängert.

Am 30. Juni, 19.30 Uhr hält André Schluchter ein Referat mit dem Namen «Jugendliche als Geschäftsmodell» in der Ballyana Ausstellung an der Schachenstrasse 24 in Schönenwerd.