Niedergösgen
Neues Rohwarenlager der Model AG gegen Fetzenflug

Die Model AG will am Sitz in Niedergösgen eine neue Halle bauen. Diese soll als Schutz der Anwohnenden vor Verschmutzung und Lärm dienen.

Noël Bineeti
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Für die neue Halle stehen bereits die Bauprofile auf dem Firmengelände.

Für die neue Halle stehen bereits die Bauprofile auf dem Firmengelände.

Bruno Kissling

Der Fetzenflug der Model AG ist ein Dauerthema. Nun geht die Firma gegen dieses Problem vor. Die öffentliche Planauflage auf der Gemeinde Niedergösgen ist abgeschlossen. Einsprachen gegen das Projekt gab es keine.

«Die Baukommission der Gemeinde befand das Gesuch für bewilligungsfähig», erklärt Janea Köhnke auf Anfrage. Sie ist Projektleiterin bei der Model AG und ergänzt: «Wir hoffen auf eine Baubewilligung noch in diesem Jahr.» Es steht noch die Absegnung der Nebenbaubewilligungen durch das Amt für Umwelt, die kantonale Gebäudeversicherung sowie durch das Arbeitsinspektorat aus.

Wenn der zeitliche Fahrplan eingehalten werden kann, soll im Februar mit dem Abbruch alter Schöpfe auf dem Areal begonnen werden. Danach soll das neue Rohwarenlager, in zwei Etappen, bis Ende November 2021 errichtet werden. Die fertige Halle soll eine Dimension von 154 Meter Länge, 45 Meter Breite und 12 Meter in der Höhe aufweisen.

Ein sicherer und trockener Ort für Altpapier

Ziel sei es, mit dem neuen Gebäude einen sicheren und trockenen Ort für zwischengelagertes Altpapier zu schaffen, bevor dieses recycelt werde, sagt Köhnke. Auf dem entsprechenden Platz wird bereits heute Altpapier aufbewahrt. Köhnke führt aus: «Die neue Halle soll die Anwohnerschaft besser vor Verunreinigungen durch herumfliegende Papier- und Plastikfetzen, aber auch vor Lärmemissionen schützen.»

Zu den erwarteten Kosten für den Neubau will sich die Model AG nicht äussern. Köhnke erklärt: «Wir gehen davon aus, dass sich der Bau positiv auf die Nachbarschaft und das Dorf Niedergösgen auswirkt.»

Herumfliegende Fetzen verschmutzen Gärten und Weiden

In der Vergangenheit stand die Model AG wiederholt in der Kritik. Mehrmals beschwerte sich die Nachbarschaft vom gegenüberliegenden Aareufer über verschmutzte Gärten und Weiden. Auch die Uferböschung und die Aare selbst wurden bei starkem Wind durch herumfliegende Fetzen verschmutzt (wir berichteten).

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Weinfelden (TG), erhielt daraufhin Auflagen durch das Amt für Umwelt sowie von der Baukommission der Gemeinde Niedergösgen. Zudem gelten für den Standort im Niederamt Sonderbauvorschriften.