Däniken
Erste Pflöcke sind eingeschlagen — die Vorlage über den strategischen Erwerb zweier Parzellen wird gutgeheissen

Die Stimmberechtigten von Däniken hiessen rund 1,325 Mio. Franken für den strategischen Erwerb zweier Parzellen gut.

Beat Wyttenbach
Drucken
Teilen
Den Erwerb der beiden Parzellen im Dorfzentrum bewilligte der Däniker Souverän einstimmig.

Den Erwerb der beiden Parzellen im Dorfzentrum bewilligte der Däniker Souverän einstimmig.

Bruno Kissling

Es waren 38 Stimmberechtigte, die am Montagabend in der ­Däniker Erlimatthalle der coronakonform durchgeführten Gemeindeversammlung beiwohnten. Nach der Begrüssung durch Gemeindepräsident Matthias Suter und der Genehmigung der Jahresrechnung 2019 (siehe Kasten unten) konnte Suter zu einem der Haupttraktanden des Abends weiterleiten: Der Vorlage über den strategischen ­Erwerb zweier Parzellen im Dorfzentrum (GB 892 und 1498), um einem der zentralen Ziele aus der 2013 genehmigten Ortsplanung gerecht zu werden: Dieser Erwerb, so der Ge­mein­depräsident, diene der Zentrumsentwicklung, was die Attraktivität der Gemeinde fördern solle.

Der Kaufbetrag beläuft sich auf 650'000 Franken (GB 892) und 675'360 Franken (GB 1498), gesamthaft also 1'325'360 Franken. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass dies Investitionen in die Zukunft sind, die das Finanzvermögen mehren», bemerkte Suter. Der Souverän sah dies ganz offensichtlich auch so, denn er machte von der Diskussionsrunde keinen Gebrauch und genehmigte das Geschäft mit 34:0 Stimmen.

Jahresrechnung weniger schlecht als erwartet

Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 309'868 Franken. Budgetiert war ein Defizit von 775'000 Franken. Hauptgrund, so Gemeinderätin Gabi Stiegeler und Finanzverwalter Martin Suter, sei gewesen, dass eine Beschwerde der Gemeinde gegen den Finanz- und Lastenausgleich beim Kanton «in einem bedeutenden Punkt bezüglich der Berechnung des Staatsteueraufkommens aus den gemeinwirtschaftlichen Leistungen des KKG» gutgeheissen worden sei.

Zu den Spezialfinanzierungen: Währenddem die Wasserversorgung mit 106682 Franken erneut ein Defizit zu verbuchen hatte (Eigenkapital neu: rund 2,3 Mio. Franken), schliessen die Abwasserentsorgung (34'851 Franken, Eigenkapital neu: rund 3,5 Mio. Franken) und die Abfallbeseitigung (10'476 Franken, Eigenkapital neu: 194'261 Franken) positiv ab. Das Eigenkapital der Gemeinde beträgt trotz des Defizits immer noch knapp 12 Mio. Franken. Das Netto-Vermögen beläuft sich noch auf 3'531 Franken pro Kopf. Die Nettoinvestitionen betragen 2,577 Mio. Franken. Die Jahresrechnung 2019 wurde einstimmig gutgeheissen. (bw)

Tiefrote Zahlen im Budget und höhere Firmen-Steuern

Das Budget 2021 sieht bei Ausgaben von 14,431 Mio. Franken und Einnahmen von 13,739 Mio. Franken ein Defizit von 692'000 Franken vor. Es sind Nettoinvestitionen von 1,062 Mio. Franken geplant. Die Wasserversorgung (28'410 Franken) und die Abwasserentsorgung (32'270 Franken) rechnen mit einem Plus, wobei die Abfallbeseitigung ein leichtes Minus (870 Franken) vorsieht.

Der Steuersatz für natürliche Personen bleibt unverändert bei 80 Prozent, jener für juristische Personen wird wegen der befürchteten negativen Auswirkungen der Staf-Vorlage von 60 auf 75 Prozent erhöht. Im Plenum löste diese Veränderung kein Wortbegehren aus. Der Voranschlag wurde nach dessen Vorstellung durch Finanzverwalter Martin Suter einstimmig gutgeheissen.

Neues Grundeigentümer-­Reglement angenommen

Insbesondere die seit Jahren erstmals positiv veranschlagte Wasserrechnung ist darauf zurückzuführen, dass zuvor die Totalrevision des Reglements über die Grundeigentümerbeiträge und -gebühren (bis­her: Reglement über Erschliessungsbeiträge) der Gemeinde Däniken mit 34:2 Stimmen genehmigt wurde.

Dieses – aus dem Jahr 1990 stammend – musste komplett überarbeitet werden und sieht unter anderem die Erhöhung der Wasserverbrauchsgebühr von Fr. 0.50/m3 auf Fr. 0.75/m3 vor. Umgekehrt konnte die Abwassergebühr von Fr. 1.00/m3 auf Fr. 0.65/m3 gesenkt werden.

Angepasst werden mit dem Reglement auch die künftigen Benützungsgebühren (es handelt sich um Grund- und Verbrauchsgebühren), beim Wasser und ebenfalls beim Abwasser vor. Bei der Wasserversorgung werden zudem die Grund­gebühr und die Wasserzähler- Miete je nach Bauzone geregelt, die Grundgebühr für die Abwasserbeseitigungsanlagen wird neu eingeführt.

Der Souverän hiess einstimmig einen Verpflichtungskredit über 130'000 Franken für die Anschaffung von 100 neuen Tablets für die Schulkinder sowie von 25 neuen Lehrer-Laptops gut, dies im Rahmen der Vorgaben durch den Lehrplan 21. Aktuell arbeitet die Schule laut Gemeinderätin Erika Schranz mit acht Computern und drei Laptops.

Weiter genehmigten die Anwesenden einen Verpflichtungskredit über 150'000 Franken zum Ausbau der Wasserleitung an der Hangstrasse. Damit kann laut Vize-Gemeindepräsident Walter Gurtner die marode Wasserleitung zwischen ­Hydrant 147 und der Prüssstrasse aufgehoben werden.

Unter den weiteren Traktanden orientierte der Gemeindepräsident unter anderem über den im Oktober neu ausgehandelten Vertrag zwischen dem KKG und der Einwohnergemeinde Däniken. Darüber hinaus wurden das Feuerwehrkommissionsmitglied Daniel Burger geehrt und verabschiedet sowie der neue Brunnenmeister Urs Glanzmann vorgestellt. Als neuer Schulleiter konnte ab Schuljahr 2021/22 Marius Meier, bis dahin in Stüsslingen tätig, gewonnen werden.

Aktuelle Nachrichten