Winznau
Eine vorweihnachtliche Prise Humor am Sankt-Nikolaus Tag

Bereits zum achten Mal empfing der Schönenwerder Gospelchor Sing2gether am Sankt-Nikolaus-Tag die zahlreich erschienenen Besucher in der mit Kerzen festlich dekorierten katholischen Kirche in Winznau.

Ursula Schärer
Drucken
Teilen
Das Adventskonzert des Gospelchors Sing2gether fand am Samstag bereits in der katholischen Kirche in Hägendorf statt, bevor der Chor am Folgetag in der Kirche in Winznau auftrat.

Das Adventskonzert des Gospelchors Sing2gether fand am Samstag bereits in der katholischen Kirche in Hägendorf statt, bevor der Chor am Folgetag in der Kirche in Winznau auftrat.

Bruno Kissling

Geboten wurde ein mit vielen Highlights gespicktes abwechslungsreiches Programm, das es verstand, vorweihnachtliche Stimmung mit einer guten Prise Humor zu mischen. Geführt von Conny Bieri als versierte Speakerin durften die Zuhörer zuerst eine Kostprobe solistischen Könnens von Dirigent und Chorleiter Petter Udland-Johansen geniessen, bevor der Chor mit «You’ll Never Walk Alone» seinen stimmgewaltigen Einstand gab.

Abstecher in die Rockszene

Das witzig, aber sehr präzise intonierte Duett zwischen Damen- und Herrenstimmen in «Hallelujah, I Just Love Her so» verstand es, die Zuhörer vom ersten Ton an zu gewinnen.

Dass Sing2gether in allen Registern über Stimmen mit Solopotenzial verfügt, bewiesen verschiedenste Stücke, darunter «Joyful Joyful» von Ludwig van Beethoven, welches von Susanne Häfliger in sehr ergreifender Art und Weise dargeboten wurde.

Je zwei Solisten pro Register füllten mit dem klassischen Weihnachtslied «Coventry Carol» aus dem fünfzehnten Jahrhundert den Raum mit bezaubernden Klängen. Und nicht zu vergessen «There Is a Balm in Gilead».

Getragen von einem geradezu mystischen Chor verstand es der Solist Philipp Tröster, beim Publikum mit seiner eindrücklichen Interpretation ein Hühnerhautfeeling zu erzeugen. Mit «Ain’t No Rock» machte der Chor einen Abstecher in die Rockszene und «I Saw the Light» imitierte auf witzige Weise den Country Klassiker von Hank Williams.

Omnipräsent und mit traumwandlerischer Sicherheit begleitete Christian Gutfleisch am Piano durch das Programm, welches er mit seinen Soli zu bereichern wusste. Einen weiteren Beweis als Multitalent lieferte Petter Udland-Johansen mit «Let It Snow» und seiner Darbietung an der Violine.

Ein köstlicher Abschluss

Mit dieser überaus gelungenen Darbietung stellte der Chor das Resultat intensiver Probearbeit einem begeisterten Publikum vor. Dass dieses nach einer Zugabe verlangte, versteht sich von selbst. «Cold Are the People», eine amerikanische Version von «Stille Nacht, Heilige Nacht», bewegte auch die Zuhörer zum Mitsingen des bekannten Weihnachtsklassikers.

Es endete, wie es begann: Mit «You’ll Never Walk Alone» verliess der Chor unter begeistertem Applaus die Bühne. Und das süsse Give-away bildete einen köstlichen Abschluss.

Aktuelle Nachrichten