Niedergösgen

Ein letztes Mal feiert das Mösli

Gelungener Start der letzten Ausgabe des FeelGood-Festivals in Niedergösgen.

Der Auftakt zum zehnten und letzten FeelGood-Festival am Freitagabend fühlte sich nicht an wie ein Abschied. Wie all die Jahre zuvor trudelten gegen 16 Uhr die ersten Gäste ein, Zelte wurden aufgestellt, und die erste Band bereitete sich auf ihren Auftritt vor. Die Ehre des letzten «ersten Auftritts» wurde der Oltner Band Arc Boisen zuteil. Die drei Rock-Musiker freuten sich, bei der zehnten Ausgabe des «FeelGood» dabei zu sein, und die treuen Fans im zwar noch spärlichen Publikum applaudierten begeistert.

Mehr und mehr füllte sich die Wiese vor der Bühne und die Festbänke im und vor dem grossen Festzelt mit erwartungsvollem und gut gelauntem Publikum voller Vorfreude auf das kommende lange Wochenende. Der richtige Zeitpunkt für das nächste Konzert. Die Schweizer Band Yokko, spezialisiert auf Indie, Rock und Pop, unterhielt unter anderem mit ihrem aktuellen Album «To the Fighters. To the Boxers». Mit ihrem Debüt-Album im Jahr 2013 wurden die Jungs aus Bern, Zürich und Baden bei den Swiss Music Awards als «Best Talent» ausgezeichnet. Sie waren bereits vor zwei Jahren Gast auf dem Niedergösger Mösli und freuten sich, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein.

Letztes Feelgood-Festival

Letztes Feelgood-Festival

Jubiläum und Abschied zugleich: In Niedergösgen fand zum zehnten und letzten Mal das Open-Air statt. Trübt das die Stimmung bei den Besuchern?

Ein Hauch Irland

Eine Premiere für das familienfreundliche Festival war die nächste Band: Als erste österreichische Vertreter in dessen Geschichte versetzten Paddy Murphy mit ihrem «Irish-Speed-Folk-Rock» das Publikum auf dem Festgelände in Tanzstimmung. Bei den rassigen Liedern, die Geschichten erzählten von irischen Rebellen, Freiheitskämpfen und natürlich vom einen oder anderen Glas Whiskey, konnte kaum einer widerstehen, ein bisschen das Tanzbein zu schwingen. Seit ihrem ersten Album «Whiskey before Breakfast» aus dem Jahr 2011 touren die Österreicher durch ganz Europa und sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt.

Nach dem anstrengenden Hüpfen, Tanzen und Mitwippen füllten sich die Verpflegungs- und Getränkezelte und Beizli mit hungrigen und durstigen Mäulern. Von Pizza über Raclette bis hin zu «Hörnli und Ghackets mit Apfelmus» bieten sie alles, was das Herz oder der Magen begehrt. So gestärkt war man bereit für den von vielen sehnsüchtig erwarteten Auftritt von Baschi. Der einstige «MusicStar»-Sechstplatzierte spielte alte und neue Songs, von romantisch mit «Ohnikommaohnipunkt» bis zu seinem Hit «Wenn das Gott wüsst». Im EM-Jahr durfte natürlich auch sein Fussball-Song «Chum bring en hei» nicht fehlen. Er sang und tanzte mit dem Publikum, witzelte über sich selbst, seine Englischkenntnisse und das Gösger Kernkraftwerk. Baschi war schon einige Male auf dem Mösli aufgetreten und brachte mehrmals zum Ausdruck, wie schade er es finde, dass es mit dem «FeelGood» nicht mehr weitergehe. Am liebsten würde er nächstes Jahr wiederkommen, nur mit einer akustischen Gitarre, und das Festival weiterleben lassen.

«Dr Daneli vom Trueb»

Kurz vor Mitternacht folgte dann der Auftritt von Florian Ast. In Baschis Anfangszeiten, als dieser fast noch in musikalischen Kinderschuhen steckte, fungierte Ast als dessen Mentor und nahm ihn mit auf seine Tourneen. Heute stehen die beiden nacheinander auf der Bühne als Hauptacts, und Baschi nahm sich nach seinem eigenen Auftritt noch die Zeit für ein kleines Duett. Auch Florian Ast spielte sich quer durch sein breites Repertoire, von seinem ersten Hit «Daneli» bis hin zu seinen neueren Songs wie «Bundesrat» aus dem Album «Flöru». Das Publikum sang und tanzte fröhlich mit.

Ein rundum gelungener erster Abend des letzten FeelGood-Festivals endete schliesslich mit der After-Party, musikalisch untermalt von den Mundart-Rockern ChueLee.

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