Schönenwerd
Barrierefrei durch den Bahnhof und in den Zug - SBB-Projekt liegt bei Gemeinde auf

Während Schönenwerd die Umgestaltung des Bahnhofplatzes angeht, erhöhen die SBB dort die Perrons – so verlangt es das Gesetz.

Noël Binetti
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Bis 2023 sieht das Gesetz (BehiG) barrierefreie Zugänge für alle Bahnhöfe vor. Dazu müssen die SBB in Schönenwerd die Perrons erhöhen.

Bis 2023 sieht das Gesetz (BehiG) barrierefreie Zugänge für alle Bahnhöfe vor. Dazu müssen die SBB in Schönenwerd die Perrons erhöhen.

Symbolbild: SBB CFF FFS

Noch bis am 11. Mai liegen die beiden Projekte der Gemeinde Schönenwerd und der SBB auf der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Sie geben im Detail Auskunft über die Neugestaltung der neuen ÖV-Drehscheibe Schönenwerd. Neben der Erschliessung des Areals, die von der Gemeinde geplant und durchgeführt wird, stellen die SBB für Pendlerinnen und Pendler Barrierefreiheit her. So sieht es das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) vor; bis 2023 müssen alle Bahnhöfe entsprechend umgerüstet sein.

Verschobene Haltestellen und provisorischer Zugang

In Schönenwerd bedeutet das: Die Perrons müssen erhöht werden. Gleichzeitig sollen die Perronanlagen ein modernes Aussehen erhalten. Damit gehen Änderungen für die Reisenden während der Bauzeit einher. Die SBB schreiben auf Anfrage: «Wenn es wegen allfälliger Einsprachen nicht zu Verzögerungen kommt, ist die Bauzeit der Arbeiten von Januar bis Oktober 2022 vorgesehen.»

Das Vorhaben ist mit dem der Gemeinde abgeglichen und koordiniert. Die SBB schreiben: «Während der Bauzeit kommt es zu Einschränkungen am Bahnhof. Die Halteorte der Züge werden verschoben, Zugänge zum Perron teilweise geschlossen. Es wird ein provisorischer dritter Zugang gebaut.» Zudem werden auch die Busse an einem anderen Ort halten. Die Umleitungen würden vor Ort signalisiert.

Nach den Bauarbeiten bestehen stufenfreie Zugänge und Einstiege in die Züge. Aus den öffentlich aufgelegten Plänen geht hervor, dass es sich um ein «ordentliches eisenbahnrechtliches Plangenehmigungsverfahren mit Enteignung» handelt. Gefragt, was damit gemeint ist und wer dabei enteignet werden soll, schreiben die SBB:

«Es ist sehr unwahrscheinlich, dass in diesem Projekt eine Enteignung gemacht wird. Es ist das übliche Vorgehen, dass das Plangenehmigungsverfahren mit Enteignung eingeleitet wird.»

Der Bau eines Wendegleises, wie es die SBB in Schönenwerd schon länger planen, wird derweil verschoben. Nachdem das Bundesamt für Verkehr in den ursprünglichen Plänen der SBB Fehlkalkulationen entdeckte, wurde dieses Vorhaben vom Bahnhofumbau getrennt. Das Wendegleis soll voraussichtlich auf den Fahrplanwechsel 2027 in Betrieb genommen werden.

Hinweis: Die Planunterlagen können bis am 11. Mai 2021 während der ordentlichen Öffnungszeiten bei der Gemeinde Schönenwerd oder online auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden.

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