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Keine Zeit zum Jammern – Wirtepaar bietet Valentinstagsbox an

Das Wirtepaar Manuela Graber-Willi und Sebastian Graber versucht alles, um in dieser Zeit die Arbeitsmoral nicht ganz zu verlieren. Etwa mit einem speziellen Valentinstagsangebot. Um das zu bewerben, gingen Lernende der Traditionsbeiz gar auf die Strasse.

Denise Donatsch
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Manuela und Sebastian Graber

Manuela und Sebastian Graber

Denise Donatsch

Seit die Gastrobranche zum zweiten Mal komplett runtergefahren wurde, befindet sich das Ehe- und Wirtepaar Manuela und Sebastian Graber auf einer emotionalen Berg-und-Tal-Fahrt. «Man sitzt wie auf Nadeln und macht sich pausenlos Gedanken, wie es weitergehen soll», erzählt Manuela Graber, die aber gleichzeitig beteuert, dass jetzt nicht die Zeit sei, um zu jammern. Gerade für die Lernenden des Betriebes sei es wichtig, die Arbeitsmotivation zu behalten. «Und wir wollen möglichst selbstständig etwas dafür tun, damit wir Geld verdienen.»

Deshalb habe der Betrieb das Takeaway-Angebot, wie bereits im Frühjahr 2020, auch im zweiten Lockdown aufgenommen. Auf die üblichen Betriebsferien im Sommer wurde verzichtet, da man versucht habe, die Einkommensausfälle ein wenig zu kompensieren. «Als wir das Restaurant im vergangenen Jahr wieder öffnen durften, wurden wir förmlich von Gästen überrannt», erinnert sich die zweifache Mutter, die seit 2017 mit ihrem Mann den als Gilde-Restaurant ausgezeichneten Betrieb führt. «Es wäre schlicht seltsam gewesen, in dieser Situation Ferien zu machen.»

Denise Donatsch

Preise fallen in den Keller

Im Vergleich zum ersten Lockdown gäbe es jetzt aber zusätzliche Schwierigkeiten zu meistern. «Während unsere Gäste im Frühling 2020 oft vom Takeaway-Service Gebrauch machten, ist davon aktuell weniger zu spüren.»

Das liege unter anderem daran, dass es nun mehr Anbieter gäbe. Auch die Preispolitik befinde sich in Schieflage – die Wirte würden zunehmend versuchen, sich preislich zu unterbieten. Dies verleite die Gäste dazu, dort zu konsumieren, wo es günstiger ist. Übelnehmen könne man es den Leuten nicht, denn die allgemeine Unsicherheit liesse die Menschen zunehmend vorsichtiger mit dem Geld umgehen.

Valentinstagsmenubox «to go»

Resignieren ist keine Option für die jungen Wirtsleute. Gerade in Anbetracht des anstehenden Valentinstags haben sie eine spezielle Valentistagsmenubox ins Leben gerufen. «Wir kochen für Euch – Ihr müsst es ‹nur› abholen» ist der Slogan dieser Aktion.

v.l. Manuela Graber-Willi, Laura Tschumi, Ruben Jordi, Anna Knuchel machen am Bahnhof Solothurn Werbung.

v.l. Manuela Graber-Willi, Laura Tschumi, Ruben Jordi, Anna Knuchel machen am Bahnhof Solothurn Werbung.

Michel Lüthi/Bilderwerft.ch

Zu Hause wird das vorbereitete Essen noch fertiggekocht und hübsch angerichtet – auch ein feiner Wein ist in der Lieferung mit dabei. Wie das Ganze genau funktioniert, wird auf der Website des Restaurants per Youtube-Video genau erklärt. Eine schnelle Reservation der Valentinsbox ist sehr zu empfehlen, da die Stückzahl limitiert ist und bereits einige verkauft wurden.

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