Wahlkampf
Zwei Bewerbungen fürs Präsidium katholische Kirchgemeinde Wasseramt West-Bucheggberg

Valérie König (Lohn-Ammannsegg) und Rolf Späti (Drei Höfe) wollen beide die fusionierte, katholische Kirchgemeinde Wasseramt West-Bucheggberg in die Zukunft führen.

Gundi Klemm
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Valerie König (Lohn-Ammannsegg) und Rolf Späti (Drei Höfe): Beide kandidieren fürs Kirchgemeindepräsidium.

Valerie König (Lohn-Ammannsegg) und Rolf Späti (Drei Höfe): Beide kandidieren fürs Kirchgemeindepräsidium.

zvg

Beide stehen mitten im Leben: Kandidatin Valérie König (Lohn-Ammannsegg) und Kandidat Rolf Späti (Drei Höfe). Sie bewerben sich um das Präsidium der fusionierten Kirchgemeinde. Sie: 43-jährige Juristin mit beruflicher Erfahrung in den Bereichen Compliance sowie Korruptionsbekämpfung, Mutter eines Sohnes und zur Kandidatur angefragt aus dem Kirchgemeindepräsidium. Er: Jahrgang 1963, 13 Jahre Gemeindepräsident der früheren politischen Gemeinde Heinrichswil-Winistorf und Kantonsrat, seit elf Jahren Kirchgemeinderat, Vater und beruflich als selbstständiger Eventplaner tätig.

Eine fusionierte Kirchgemeinde führen

Mehr als 6000 Katholikinnen und Katholiken umfasst die durch Fusion geschaffene neue Kirchgemeinde, die aus den Kirchgemeinden Kriegstetten-Gerlafingen mit angrenzendem Wasseramt und aus der Kirch-gemeinde Biberist, Lohn-Ammannsegg und dem Bucheggberg besteht. Nach der Volksabstimmung im Frühling 2020 wurde das neue «Dach» zu Jahresbeginn 2021 in Kraft gesetzt.

Die Amtsgeschäfte der fusionierten Kirchgemeinde nimmt gegenwärtig ein Übergangsgemeinderat wahr, bestehend aus den Mitgliedern der Räte bei-der Kirchgemeinden unter der Leitung von Andreas Beer und dem Vizepräsidium von Richard Tschol. Mit dem Legislaturwechsel im August verfügt der künftige Kirchgemeinderat, der bereits still gewählt wurde, über alle, bereits angepassten Reglemente, welche die Arbeit in der grossen Kirchgemeinde erfordert.

«Die Zeit für dieses Amt nehme ich mir gern»

Rolf Späti, mit Erfahrung aus zahlreichen, zumeist auch ehrenamtlichen Einsätzen für die Gesellschaft, will mit seiner künftigen Arbeit als Kirch-
gemeindepräsident «die Bedürfnisse der Menschen aller Generationen erkennen und sie im kirchlichen Kontext erfüllen», wie er in seiner Bewerbung schreibt. Neben allen ihn beschäftigenden Aufgaben
will er sich gerne die Zeit für dieses wichtige präsidiale Amt nehmen.
Zu den in der römisch-katholischen Kirche gerade brennenden Themen wie «Segen für gleichgeschlechtliche Paare» und «Frauenpriestertum» äussert er sich positiv.

«Diese Diskussion wird zum Glück jetzt mit Nachdruck geführt.»

Valérie König, die aus dem Kanton Zürich stammt und seit rund zehn Jahren in Biberist und Lohn-Ammannsegg lebt, sieht als im Elternhaus mit religiösen Werten aufgewachsene junge Frau ihre Arbeit in der Kirche als Engagement für den Mitmenschen.

«Ich will unserer Gemeinschaft etwas zurückgeben im christlichen und im weltlichen Sinn.»

Angesprochen auf Segen und Frauenpriestertum spricht sie sich für eine Öffnung der Kirche aus: Den Spielraum ausnutzen, den die geltenden Strukturen bieten, und Diskussionen führen. «Für mich sind alle Menschen gleichwertig.»

Wie aufgeschlossen der neue Pastoralraum handelt, ist an einer künftigen Personalie abzulesen. In der Nachfolge von Ad-interim-Leiter Arno Stadelmann befindet sich aktuell eine Frau in den abschliessenden Bewerbungsgesprächen.

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