Nach wie vor arbeitet die Zeit gegen den Raubtierpark. Mehrere Monate seien für den Umzug zur Siky Ranch und die Räumung in Subingen notwendig, rechnet Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident der Raubtierpark Subingen AG, vor.

So lange will man noch in Subingen bleiben. «Ebenso lange würde wohl auch die vollständige Räumung durch die Behörden dauern», argumentiert Balmer. Denn das Unterbringen der Tiere sei auch für das zuständige Oberamt keine einfache Aufgabe. «Es sind Raubtiere, keine Möbelstücke, die gezügelt werden müssen.»

Lässt nun das Solothurner Oberamt eine Gnadenfrist walten und verzichtet auf die Räumung, bis der neue Standort bezogen ist? Nein, sagt Alain Hervouet, der beim Oberamt für die Räumung zuständig.

Die neuen Pläne des Raubtierparkes hätten keinen Einfluss auf den Zeitpunkt einer allfälligen Räumung. «Das Verfahren läuft. Wir haben einen Auftrag vom Gericht. Unser Auftrag ist der Vollzug.»

Allerdings gibt auch Hervouet zu bedenken, dass bisher keine raschen Lösungen gefunden worden sind. Für einen Teil der Tiere wären allerdings schon Plätze gefunden. «Die Espace Real Estate hat aber auf einen Teilvollzug verzichtet», sagt Hervouet.

Die Raubtierpark Subingen AG hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass neue Pläne bestehen. Entweder wolle man mithilfe Schweizer Investoren die Hälfte der Landparzelle in Subingen kaufen, oder in den Berner Jura ziehen. Dort könnten die Tiere in der Siky Ranch ion Crémines unterkommen.

Die Grundstückbesitzerin Espace Real Estate will keine Aufteilung der Parzelle. Deshalb steht nun ein Umzug im Fokus. Mit der Übernahme des finanziell angeschlagenen Parks könnte dieser gerettet werden. Es bestehen aber Hürden. (lfl/ldu)