Messen
Trotz Begeisterung: Kosten für Mitfahrnetzwerk bereiten Sorgen

Die Gemeinde interessiert sich für das Pilotprojekt «PubliRide» . Es gibt aber auch Knackpunkte.

Lea Reimann
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Zu den Mitfahrmöglichkeiten von PubliRide gehört auch der Bus.

Zu den Mitfahrmöglichkeiten von PubliRide gehört auch der Bus.

Christoph Neuenschwander

«PubliRide» ist das gemeinsame regionale Mitfahrnetzwerk von «PostAuto» und «flinc AG», welches Fahrgemeinschaften und den öffentlichen Verkehr vernetzt. Das neue Angebot befindet sich im Aufbau und steht vorerst in Testregionen zur Verfügung – nun könnte auch der Bucheggberg einsteigen. Zur Diskussion steht ein Pilotprojekt von zweieinhalb Jahren.

Der Bucheggberg wäre für dieses Projekt prädestiniert, da war sich der Gemeinderat einig. Der häufig fehlende öffentliche Verkehr ist immer wieder Thema – etwa, wenn es um schliessende Arztpraxen geht. Durch «PubliRide» zeichnet sich eine Lösung des Problems ab, indem auf ganz einfache Weise Mitfahrgelegenheiten gefunden, aber auch angeboten werden könnten.

Gemeindepräsidentin Marianne Meister zeigte sich begeistert von der Idee, räumte aber auch ein, dass die Post dafür einen stolzen Betrag fordert. Bevor der Gemeinderat beschliesst, sollen deshalb die Vorteile ganz genau geprüft werden. Zu diesem Zweck wird die Post an der nächsten Vereinigung für Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB) über das Projekt informieren. Allenfalls würde die Repla für die einmalige Implementierung aufkommen, die Gemeinden würden dann die Betriebskosten übernehmen.

Solidarisch mit der Stadt

Die Repla war an der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag ausserdem Thema. Diskutiert wurde die Kostenbeteiligung der Regionsgemeinden an regionalen Aufgaben. Gemeint ist damit die Unterstützung städtischer Institutionen, etwa des Stadttheaters, der Zentralbibliothek, des Naturmuseums aber auch der Kunsteisbahn in Zuchwil. Messen zeigte sich mit dem Vorschlag zur Neuorganisation der Kostenbeteiligung einverstanden, obwohl sich die Beiträge für die Gemeinde deutlich erhöhen.

Während die meisten anderen Gemeinden nach dem neuen Modell eher weniger zahlen, ist es für Messen gerade umgekehrt, und zwar, obwohl die Gemeinde schon bis anhin immer die vollen Beträge bezahlt hat. Waren dies bisher rund 7000 Franken pro Jahr, sollen es nach neuer Berechnung nun rund 11 000 Franken jährlich sein.

Grund dafür sei insbesondere die Anwendung neuer Berechnungsfaktoren, so die Repla. Ratsmitglied Bernhard Jöhr betonte: «Die Notwendigkeit der Solidarität ist nicht abzustreiten, jede Institution hat ihre Berechtigung, deshalb würde ich auch vorschlagen, dass wir das so übernehmen.» Diese Meinung vertrat der gesamte Gemeinderat. Er beschloss deshalb, solidarisch zu sein, die Absichtserklärung zu unterzeichnen und an der Delegiertenversammlung für dieses Modell zu stimmen.

Hofstatt wird verpachtet

Im Weiteren hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, das Pensum des stellvertretenden Gemeindewerkmeisters von vierzig auf sechzig Prozent aufzustocken und die Stelle auszuschreiben. Jürg Haas, Präsident der Flurkommission, erklärte dazu, dass damit vor allem die fixen, regelmässigen Arbeiten abgedeckt werden könnten. Der Werkhof wird somit mit 160 Pensenprozenten, verteilt auf zwei Personen, dotiert sein.

Ausserdem hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, die Hofstatt beim Feuerwehrmagazin zur Verpachtung auszuschreiben. Gemäss Gestaltungsplan müssen auf dieser Fläche vor dem Magazin sechs Hochstammobstbäume gepflanzt und gepflegt werden.