Schnottwil
Stefan Schluep demissioniert – Nachfolge dringend gesucht

Weil Stefan Schluep eine neue Arbeitsstelle antritt, muss er das Gemeindepräsidium in Schnottwil aufgeben. Das schmerzt ihn, auch weil er mit einem starken Resultat in den Gemeinderat gewählt wurde.

Rahel Meier
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Stefan Schluep muss das Gemeindepräsident in Schnottwil aufgeben.

Stefan Schluep muss das Gemeindepräsident in Schnottwil aufgeben.

Hansjörg Sahli

Am Sonntag wurde Stefan Schluep in Schnottwil mit einem überragenden Resultat als Gemeinderat wiedergewählt. «Ich habe schlecht geschlafen», meint er am Tag danach. Denn Schluep weiss seit rund zwei Wochen, dass er sein Amt als Gemeinderat und als Gemeindepräsident in Schnottwil per Ende August abgeben wird.

Mit viel Herzblut dabei

Und das fällt ihm definitiv nicht leicht. Schluep war vier Jahre als Gemeindevizepräsident und danach vier Jahre als Gemeindepräsident tätig. «Ich war mit viel Leidenschaft und Herzblut dabei», meint er. «Ich habe immer versucht ein offenes Ohr für die Bevölkerung zu haben. Oft ist der Gemeindepräsident die letzte Anlaufstelle, wenn jemand nicht mehr weiter weiss.»

Er bedauere es darum sehr, dass er das Gemeindepräsidium aufgeben müsse.

«Aber das Nebenamt als Gemeindepräsident verträgt sich nicht mit einem 100-Prozent-Arbeitspensum.»

100 Prozent arbeiten und das Gemeindepräsidium ist zu viel

Tatsächlich hat Schluep sein Arbeitspensum wegen seiner politischen Tätigkeit extra reduziert. Das Amt für Umwelt bot ihm diese Möglichkeit. «Mir gefällt meine jetzige Arbeitsstelle», erklärt er.

Trotzdem macht er nochmals einen beruflichen Neuanfang. Er wird neuer Betriebsleiter der Kebag in Zuchwil. Er wird Hardy Bolz ablösen, der im Herbst 2022 in Pension geht. Als Betriebsleiter wird Schluep auch stark in den Neubau der Kebag Enova involviert. «Diese Aufgabe reizt mich», erklärt er seine Motivation.

«Diese berufliche Herausforderung reizt mich»

Stefan Schluep ist Maschineningenieur HTL und war in jungen Jahren für die ABB/Alstom als Inbetriebnahmeingenieur für thermische Kraftwerke auf der ganzen Welt unterwegs. «Als ich die Ausschreibung für die Aufgabe als Betriebsleiter der Kebag sah, habe ich mich an diese Zeit mit viel Action erinnert und mir wurde bewusst, dass dies eine Möglichkeit ist, beruflich nochmals eine tolle Herausforderung annehmen zu können.»

Bei der Arbeit in der Kebag sei nicht alles planbar, der Betrieb lebe. Er könne zudem auch wieder Personal führen. Darauf freue er sich.

Frist läuft am nächsten Montag ab

Er gibt das Gemeindepräsidium darum mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf. Am 3. Mai läuft die Frist für die Abgabe der Vorschläge für das Gemeindepräsidium. Noch sei nicht klar, wer in seine Fussstapfen treten werde.

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