Schnottwil
Die Jahresrechnung in Schnottwil übertrifft die Erwartungen

Die pro Kopf-Verschuldung verwandelt sich in ein pro Kopf-Vermögen.

Marlene Sedlacek
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Schnottwil: Die Gemeinde hat ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich.

Schnottwil: Die Gemeinde hat ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich.

Hanspeter Bärtschi

Pascale Lauper, Finanzverantwortliche, freute sich über die erfolgreiche Jahresrechnung 2020. Der Ertragsüberschuss von 467711 Franken übertrifft das Budget mit einem prognostizierten Verlust von 234800 Franken bei weitem. Sie erklärt:

«Die Diskrepanz ist in erster Linie der Auflösung der Neubewertungsreserven von 223400 Franken zu verdanken.»

Zudem fielen die Steuereinnahmen höher aus als erwartet. Das Nettoergebnis bei der Bildung fiel um 100000 Franken tiefer aus als im Budget, ist jedoch um 51000 Franken höher als im 2019. Die Ausgaben für die Bildung sind mit einem Anteil von 44 Prozent wie stets der grösste Brocken in der Erfolgsrechnung. Vom Finanz- und Lastenausgleich gab es 70000 Franken mehr als 2019.

Der Ertrag wird vollumfänglich dem Eigenkapital zugewiesen. Dieses macht mit 2,65 Mio. Franken 68 Prozent des Fiskalertrages aus. Vom Kanton empfohlen sind 60 Prozent. Damit dieser Wert auf diesem Niveau stabil bleibt, müssten die Sparbemühungen in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, mahnte Finanzverwalter Roland Derendinger. Da ein bereits im 2019 ­refinanziertes Darlehen fällig wurde, nahm das Fremdkapital ab. Demzufolge mutierte die pro Kopf-Verschuldung von 207 Franken zu einem pro Kopf-­Vermögen von 288 Franken.

Vizegemeindepräsidentin Ursula Brüllhardt zeigte sich erleichtert über das gute Ergebnis. Sie war sehr besorgt, wie sich wohl die ganze Covid-19-Geschichte auf die Finanzen auswirken ­würde.

Erschliessung Steigrüebli muss warten

Die Nettoinvestitionen betrugen 305680 Franken anstatt der budgetierten 685500 Franken. Das sind 55,3 Prozent weniger als vorgesehen. Unter anderem wurde die Erschliessung Steigrüebli einmal mehr auf später verschoben, erläuterte Pascale Lauper. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt wegen dieser tiefen Nettoinvestitionen über 100 Prozent. Bei den Spezialfinanzierungen schliessen Wasserversorgung (19692 Franken), Abwasserbeseitigung (73474 Franken) und Elektrizitätswerk (53964 Franken) positiv ab. Nur die Abfallbeseitigung weist einen Aufwandüberschuss (5130 Franken) aus. Die Ergebnisse werden dem jeweiligen Eigenkapital zugerechnet, was auch bei den Spezialfinanzierungen für ein gutes finanzielles Polster sorgt.

Delegierte werden bei allen Traktanden Ja stimmen

Für die Delegiertenversammlungen des Verbands Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd, der Gebnet, der Ara Region Grenchen und der Generalversammlung der Kebag AG fasste der Gemeinderat durchweg die Ja-Parolen. Bei der Gebnet wird er der Empfehlung des Verwaltungsrats folgen, denselben nicht von drei auf fünf Mitglieder aufzustocken, wie dies die Buchegg angeregt hat.

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