Das Ambulanzteam fuhr an die Kornfeldstrasse, um dort einen Mann medizinisch zu betreuen. Doch diesem gefiel das Vorhaben gar nicht. Der Mann Ende 40 reagierte aggressiv und bedrohte die Rettungssanitäter sogar, wie der Regionalsender TeleM1 berichtet. Die Sanitäter riefen daraufhin die Polizei um Hilfe. Weil die Bedrohungslage nicht klar war und niemand absehen konnte, was der Mann vorhatte, wurde auch die Sondereinheit Falk der Kantonspolizei aufgeboten. 

Ismet Akman von der Metzgerei Akman vis à vis beobachtete das Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Polizei und dem renitenten Mann. Die Polizei sei vor verschlossener Tür gestanden und habe sich wieder zurückgezogen, erzählt er «TeleM1». «20 Minuten später verliess der Mann die Wohnung, keine Ahnung wohin.»  Die Polizei hatte die ganze Zeit ein Auge auf ihn. Weit kam der Mann nicht. Er wurde ein paar Meter weiter bei einer Tankstelle festgenommen. Die Handschellen klickten.

Der Einsatz ging glimpflich aus. Niemand wurde verletzt. «Unser Ziel ist es ja sorgfältig vorzugehen, so dass niemand zu schaden kommt», erklärt Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn. Aufgrund der Situation seien verschiedene Kräfte von der Polizei im Einsatz gewesen. «Zum Glück mussten wir davon nicht Gebrauch machen.» 

Der Mann leidet offenbar unter psychischen Problemen. Er musste schlussendlich doch ins Ambulanzfahrzeug einsteigen und befindet sich nun in medizinischer Betreuung. (ldu)