Kommentar
Gut für Derendingen

Urs Byland
Urs Byland
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Felix Gerber

Was immer die Ortspartei intern entscheiden wird: eine Auswahl von Anwärterinnen und Anwärtern für das Gemeindepräsidium zu haben, tut gut und ist letztlich im Sinne der Demokratie.

Deshalb ist die SP Derendingen gut beraten, hier nicht nach Buchstaben zu verfahren und allfällige Strafaktionen einzuleiten, sondern die Auswahl, wenn nicht zu begrüssen, halt einfach hinzunehmen. Es ist nun mal das Recht jedes Stimmberechtigten, sich für ein Amt zur Wahl zu stellen.

Etwas anderes dürfte der Partei eher schaden. Nimmt sie Markus Baumann von der Gemeinderatsliste, verliert sie ihr Zugpferd. Kämpft die Partei bei der Wahl ins Gemeindepräsidium gegen ihren Parteipräsidenten, wird dies zu einer inneren Spaltung führen. Denn, was passiert mit der Partei, wenn Baumann gewählt würde? Dieser Frage müssen sich die SP-Mitglieder stellen. Die SP Derendingen wird gut daran tun, sich auf Roger Spichiger zu konzentrieren und ihren offiziellen Kandidaten im Wahlkampf vorbehaltlos zu unterstützen.

Damit ist klar, der offizielle SP-Kandidat kann nicht ohne politische Auseinandersetzung den nächsten Schritt zum Gemeindepräsidenten machen, wie es das Drehbuch bisher vorsah. Er muss wie sein Konkurrent bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern punkten. Das ist gut für die Demokratie und noch besser für Derendingen.

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